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Editorial

Ludwig Erhard

Die Auseinandersetzung mit den Gedanken Ludwig Erhards ist aktueller denn je. Viele Menschen vermissen das „rechte Maß“ in unserem Wirtschaftstreiben, ja sie zweifeln vermehrt an der Zukunftsfähigkeit unserer marktwirtschaftlichen Ordnung. Sie erkennen, dass Geiz und Gier nicht die Basis unseres Zusammenlebens sein können, erst recht nicht im globalen Rahmen. Aber wer treibt die dringend notwendige Wertediskussion voran? Geistige oder gar ideelle Führung wird vom politischen System immer weniger geleistet und vermutlich auch vom Wähler nur unzureichend honoriert.

Die Impulse müssen also von außen kommen, von einer als ebenso kompetent wie glaubwürdig anerkannten Institution. Das Projekt „Ludwig-Erhard-Haus“ verspricht all diese Anforderungen zu erfüllen und zu der längst fälligen Werkstatt der Neuorientierung zu werden. Kein reines Museum, keine Reliquienschau, sondern ein lebendiger Ort, der Impulse für die Gesellschaftsordnung der Zukunft setzt. Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen und nicht umgekehrt – diese Essenz Ludwig Erhards auf unsere hochkomplexe Gegenwart und Zukunft zu übertragen, ist aller Mühen wert.

„Wunder gibt es immer wieder“ haben wir anlässlich der Gründung der Metropolregion Nürnberg eine bundesweite Werbeanzeige überschrieben. Abgebildet war einer der berühmtesten Söhne unserer Region, Ludwig Erhard. Ganz wunderbar ist es nun, dass sich eine kleine Zahl von Idealisten aufmacht, das geistige Erbe Ludwig Erhards in seiner Geburtsstadt zu erhalten und neu zu beleben. Das Projekt hat unsere größtmögliche Unterstützung verdient.

IHK-Präsident
Dirk von Vopelius

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 10|2011, Seite 3

 
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