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Verlag für moderne Kunst

Mit Leidenschaft am Buchmarkt

Wenn Karl Gerhard Schmidt die neuen Räume seines Verlages präsentiert, dann erläutert er erst einmal die Bilder, die in den Büros hängen. Man spürt förmlich die Kunstbegeisterung, die bei ihm alles andere als neu ist. Neu und größer sind die Räume in der Nürnberger Königstraße. Vor 37 Jahren aus dem Institut für moderne Kunst heraus entstanden, ist es dem Verlag im benachbarten Neuen Museum inzwischen zu eng geworden. Kein Wunder angesichts eines Umsatzes von einer Mio. Euro, den er mit seinen vier festen und vier freien Mitarbeitern in diesem Jahr erzielen wird. Das entspricht einem Zuwachs von 30 Prozent.

Klein aber fein

Dabei ist der Kunstbuchmarkt kein Massenmarkt. Die Auflagen sind eher klein: 500 bis 5 000 Exemplare. „Wir sind der Verlag, der am konsequentesten die zeitgenössische Kunst vertritt“, sagt Schmidt. Auf der Frankfurter Buchmesse im vergangenen Oktober habe er das über die Jahre gewachsene Vertrauen und die Akzeptanz gespürt, die er mit der Qualität der Bücher erreiche. Einzigartige Ausstellungskataloge, überraschende Neuerscheinungen, eigenwillige Künstlerbücher, immer wieder spezielle Themen wie zum Beispiel isländische Architektur (Island war Partnerland der Buchmesse) – beharrliche Experimentierfreudigkeit scheint das Credo des Verlagsprogramms zu sein.

Internationale Ausstrahlung

Die Zusammenarbeit mit den renommierten Museen und ersten Adressen der Branche klappt. 110 Publikationen produziert der
Verlag pro Jahr, ein großer Teil davon zweisprachig deutsch/englisch, denn ein Drittel gehe in den US-amerikanischen Markt. Zudem unterhält der Verlag eine Dependance in Wien. 70 Prozent sind eigene verlegerische Werke mit Lektorat und Betreuung, die restlichen 30 Prozent reine Vertriebsprodukte. Neu ist der Internet-Auftritt, der trotz Amazon und stationärem Buchhandel immer wichtiger geworden ist.

Autor: 
kh.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 11|2011, Seite 78

 
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