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geobra Brandstätter

Unter Plan trotz Absatzrekord

Die geobra Brandstätter GmbH & Co. KG zeigte sich bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2011 zufrieden: Die Gruppe, zu der die Marken Playmobil, Playmobil-FunPark und Lechuza gehören, erreichte im letzten Jahr weltweit einen Umsatz von 564 Mio. Euro, was einem Plus von 0,9 Prozent gegenüber 2010 bedeutet. Dass der Umsatz der Marke Playmobil um 0,4 Prozent auf 505 Mio. Euro zurückging, bereitet Playmobil-Geschäftsführerin Andrea Schauer keine Sorgen: „Die Rekordmenge von 55 Mio. verkauften Packungen ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass das Interesse an Playmobil unverändert groß ist.“ Der Rückgang ist nach ihren Aussagen darauf zurückzuführen, dass das Zirndorfer Unternehmen niedrigere Preisempfehlungen an den Handel abgegeben hatte. Im Weihnachtsgeschäft lag Playmobil nach Firmenangaben mit einem Marktanteil von 7,3 Prozent auf dem zweiten Platz im deutschen Spielwarenmarkt.

Der Umsatz im Auslandsgeschäft stieg im vergangenen Jahr leicht um ein Prozent und liegt nun bei 69 Prozent des Gesamtumsatzes. Besonders stark wuchsen wie in den Vorjahren Playmobil Italia, Playmobil Nordic und Playmobil Canada. Die Brandstätter Gruppe beschäftigte weltweit 3 520 Mitarbeiter, in Deutschland stieg die Zahl der Mitarbeiter um rund fünf Prozent auf 1 859 Beschäftigte.

In diesem Jahr will der Spielzeughersteller mit Klassikern punkten: Die rund 130 Neuheiten, darunter eine Westernwelt, ein Ferienhotel und eine Polizeistation, wurden anhand von Kundenwünschen ausgewählt. Zu den Olympischen Sommerspielen und zur Fußball-EM 2012 geht Playmobil außerdem mit Sportfiguren zum Sammeln und mit einer mobilen Fußballarena an den Start. „Diese Spielwelten sind an die Kernzielgruppe der Vier- bis Siebenjährigen gerichtet. Komplexere Themen wie Agentenabenteuer halten auch die älteren Jungs an Bord“, erläuterte Schauer bei der Bilanzpressekonferenz. Mit dieser Strategie soll im Jahr 2012 mit der Marke Playmobil wieder ein Umsatzwachstum erzielt werden.

Die Brandstätter-Gruppe setzt weiterhin auf Produkte „Made in Europe“, weshalb die Fertigungsstandorte in Deutschland, Malta, Tschechien und Spanien gestärkt werden. Insgesamt plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von rund 81,5 Mio. Euro, wovon 91 Prozent in Deutschland eingesetzt werden. Bereits jetzt ist der Firmenstandort Dietenhofen nach Unternehmensangaben die größte Fertigungs- und Versandstätte für Spielwaren in Deutschland. Im letzten Jahr wurden im Werk auf Malta, wo die Figuren gefertigt werden, und in Dietenhofen mehr Playmobil-Packungen produziert als jemals zuvor in der Firmengeschichte.

Die Brandstätter-Gruppe verfügt seit Dezember 2011 auch über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem für die Marken Playmobil und Lechuza. Damit sollen laut dem kaufmännischen Geschäftsleiter Steffen Höpfner künftig Umwelt und Ressourcen effektiver geschont werden: „Als Hersteller von Kinderspielzeug ist uns die Bewahrung einer gesunden und lebenswerten Umwelt eine besondere Verpflichtung.“ Firmeninhaber Horst Brandstätter ist angesichts der Strategie seines Unternehmens optimistisch: „Mit hohen Investitionen und einem überzeugenden Neuheiten-Paket starten wir mit neuer Kraft in das Spielwarenjahr 2012.“

Autor: 

se.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 02|2012, Seite 73

 
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