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Rödl & Partner

200 neue Stellen in diesem Jahr

Eine „gesunde Entwicklung“ hat die Nürnberger Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner im Geschäftsjahr 2011 genommen, so Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Rödl beim Bilanzpressegespräch. Der Umsatz legte um knapp fünf Prozent auf 246 Mio. Euro zu, 40 Prozent der Einnahmen kamen aus den 64 Büros im Ausland. Der Großteil des Geschäfts entfällt auf die beiden weltweiten Geschäftssparten Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung.

Das stärkste Wachstum verbuchte die junge Sparte Informationstechnologie, die allerdings auch nach der Akquisition von cloudgermany.de noch keine zehn Prozent zum Gesamtgeschäft beiträgt. Hier rechnet sich Rödl allerdings noch viel Potenzial aus. Datenhosting in einer deutschen Cloud sei angesichts des unsicheren Datenschutzes im Ausland „psychologisch und juristisch“ gefragt.

Rödl & Partner legt den Schwerpunkt im Beratungs- und Prüfungsgeschäft auf deutsche inhabergeführte Unternehmen und begleitet sie beim Auslandsgeschäft in den USA, Fernost oder Osteuropa. Die Mandanten verfügten über hohe Liquidität und seien auf Expansionskurs, Rödl wachse zusammen mit ihnen. Zahlreiche Kundenunternehmen aus den Branchen Maschinenbau, Automobilindustrie und erneuerbare Energien seien auf Einkaufstour, um bestehende Auslandspräsenzen zu stärken oder um neue Märkte zu erschließen. Aktuell werben beispielsweise notleidende Firmen aus Spanien um finanzstarke deutsche Unternehmen, die bei ihnen einsteigen könnten. In Deutschland hat sich Rödl & Partner im vergangenen Jahr an die Spitze der Kanzleien gesetzt, die im Bereich Distressed Mergers & Acquisitions (Kauf oder Verkauf von angeschlagenen Betrieben) am meisten Transaktionen begleitet haben. Aber auch bei den Themen Unternehmensnachfolge, Immobilientransaktion oder Finanzierung ist Expertenwissen aus Nürnberg bzw. von den anderen 22 Rödl-Standorten gefragt.

Als Wachstumsmotor erweist sich für Rödl nicht zuletzt die Beratung der Öffentlichen Hand. „Wir zählen hier zu den führenden Prüfern in Deutschland“, ergänzt der Geschäftsführende Partner Martin Wambach. Angesichts des Kostendrucks habe sich das Berufsbild des klassischen Kämmerers hin zu einem Chief Financial Officer (CFO) gewandelt, der eine Kommune mit ihren Aktivitäten in den Bereichen Energie, Krankenhaus und Nahverkehr wie einen Großkonzern führen müsse.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Rödl-Mitarbeiter um 150 auf 3 200: In der Nürnberger Zentrale sind nun über 600 Personen tätig, im Ausland rund 1 650. Heuer sollen weitere 200 Stellen hauptsächlich im Ausland hinzukommen. Nach neuen Standorten in Mexiko im vergangenen Jahr wird gerade ein Büro in New York gesucht, aber auch Usbekistan, Aserbaidschan oder das afrikanische Ghana seien interessant.

Aktuell wurde Rödl & Partner von der Lünendonk und Maleki Group mit dem „Business-to-Business-Service-Award“ in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet. Die Jury ehrte damit die „einzigartige Kombination aus fachübergreifender und internationaler Beratung und Prüfung“.

Autor: 
tt.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 06|2012, Seite 68

 
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