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Continental

Testzentrum setzt weltweit Maßstäbe

Der Automobilzulieferer Continental hat in Nürnberg das neue Test- und Entwicklungszentrum für Getriebesteuerungen offiziell eröffnet. Rund 7,5 Mio. Euro wurden in den Neubau investiert, der eine Fläche von 2 500 Quadratmetern umfasst und Raum für 200 Mitarbeiter bietet. Das neue Zentrum stärke im Konzern die Rolle Nürnbergs als „weltweites Leitwerk“ für Getriebe- und Hybridtechnologien, so der Nürnberger Standortleiter Rainer Pühl. Entwicklungs- und Fertigungsingenieure arbeiten dort an Testverfahren, Produktinnovationen und Methoden für effiziente und stabile Produktionsprozesse, die Maßstäbe für alle Conti-Standorte weltweit setzen sollen.

Zur Eröffnung waren auch Conti-Großaktionärin Maria-Elisabeth Schaeffler und Conti-Vorstandschef Dr. Elmar Degenhart gekommen. Degenhart erklärte, das neue Zentrum setze ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Antriebsbau am Standort Deutschland Zukunft habe. Der Konzern, dessen Produkte weltweit in drei von vier Fahrzeugen zu finden seien, sehe Standorte wie Nürnberg als Keimzelle von Innovationen. Conti hatte im Jahr 2001 den vor 20 Jahren gegründeten Temic-Standort übernommen und organisatorisch in die Regensburger „Division Powertrain“ eingegliedert, in der Conti die Systemlösungen rund um den Antriebsstrang bündelt. 1991 wurden in Nürnberg erst 12 000 Steuereinheiten produziert, heute verlassen pro Jahr rund 3,6 Mio. Steuergeräte die Produktion. In den letzten vier Jahren sind in dem Werk rund 400 Mitarbeiter eingestellt worden, sodass dort jetzt 2 100 Personen für Conti tätig sind.

Mit dem neuen Test- und Entwicklungszentrum will sich Conti fit machen für den intensiven Wettbewerb und den Druck zu immer kürzeren Entwicklungszeiten. Zudem muss sich Conti einer wachsenden Variantenvielfalt bei Fahrzeugen und deren Getrieben stellen. Vor einem Jahrzehnt dauerte die Neuentwicklung einer Getriebesteuerung in der Regel noch 60 Monate, heute erwarten die Automobilbauer neue Ergebnisse nach 30 Monaten – Tendenz weiter fallend. Um noch schneller zu werden, übernimmt der Automobilzulieferer nun den Musterbau in Eigenregie, durch den Einsatz von Rapid Prototyping können CAD-Konstruktionsentwürfe dreidimensional ausgedruckt werden. Zudem werden Muster für Kunststoffbauteile selbst hergestellt, was den Prozess ebenfalls beschleunigt und den Conti-Kunden mehr Zeit für die Erprobungsphase verschafft. Tests und Laufsimulationen am gesamten Getriebesystem sowie Analysen in der Klimakammer sorgen dafür, dass die Qualität auf höchstem Niveau bleibt.

Autor: 
tt.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 12|2012, Seite 71

 
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