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Gründerinitiative Mittelfranken

Vom Start weg gut finanziert

Die Initiative unterstützt junge Unternehmen dabei, tragfähige und zukunftsträchtige Geschäfts- und Finanzierungskonzepte zu entwickeln.

Welche Beratungsangebote und finanziellen Fördermöglichkeiten gibt es für Gründer? Welche Unterlagen sind notwendig, wenn ein Kredit beantragt wird? Wie bereitet man sich auf das Bankgespräch vor? Bei diesen Fragen unterstützt die Gründerinitiative Mittelfranken, die vor zwei Jahren auf Anstoß von IHK-Präsident Dirk von Vopelius ins Leben gerufen wurde. Neben der IHK Nürnberg für Mittelfranken und der Handwerkskammer für Mittelfranken gehören ihr das Institut für Freie Berufe (IFB), die Volks- und Raiffeisenbanken in Mittelfranken, die Sparkassen in Mittelfranken, die HypoVereinsbank, die Deutsche Bank, die CVW-Privatbank und die LfA Förderbank Bayern an.

Wichtigstes Anliegen der Partner ist es, Gründern und jungen Unternehmern den Zugang zu passenden Finanzierungen zu erleichtern. Deshalb haben sie sich auf Standardunterlagen für die Beantragung von Krediten geeinigt, die von allen teilnehmenden Kreditinstituten akzeptiert werden und die von der Homepage der Initiative (www.gruenderinitiative-mittelfranken.de) heruntergeladen werden können. Die beteiligten Banken haben im Zuge der Gründerinitiative zugesagt, zügig über die Kreditanträge zu entscheiden und auch öffentliche Fördermittel (z.B. von LfA Förderbank Bayern oder KfW Bankengruppe) mit einzubeziehen.

Auch Informationsveranstaltungen und individuelle Beratung zu Finanzierungsthemen gehören zu den Angeboten der Gründerinitiative. „Wir wollen den Gründern und Jungunternehmern bewusst machen, wie wichtig es ist, das Geschäftskonzept gegenüber den Banken transparent zu machen und die vorgelegten Unterlagen schlüssig zu erläutern“, so Yvonne Stolpmann, Leiterin des Referats Gründung und Finanzierung bei der IHK. Um die Gründer auf das Bankgespräch vorzubereiten, stehen IHK, Handwerkskammer und IFB für ausführliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Dabei wird die Tragfähigkeit des Geschäftskonzepts analysiert und konstruktive Kritik geübt, um die Unterlagen gegebenenfalls nachzubessern und an die Anforderungen der Banken anzupassen. Außerdem wird eine Bestätigung über das Beratungsgespräch ausgestellt, die der Gründer der Bank beim Kreditgespräch vorlegt. Dadurch dokumentiert er, dass er sich intensiv mit den Chancen und Risiken seines geschäftlichen Vorhabens auseinander gesetzt hat.

Wie Yvonne Stolpmann in einer Vielzahl von Beratungsgesprächen festgestellt hat, haben Gründer oftmals nur eine ungefähre Vorstellung davon, was die Banken von ihnen erwarten. Es bestehe deshalb die Gefahr, dass sie ihre Chancen auf eine Gründungsfinanzierung durch einen unvorbereiteten Auftritt bei den Kreditverhandlungen leichtfertig verspielen. Gerade in den letzten Jahren habe die Bedeutung einer transparenten Finanzkommunikation zugenommen. Im Hinblick auf die gesetzlichen Regelungen und die Eigenkapitalrichtlinien nach Basel III würden die Banken die Kreditvergabe voraussichtlich noch stärker absichern und gegenüber ihren internen Kontrollorganen genauer rechtfertigen müssen. Deshalb komme es darauf an, bei Kreditgesprächen einen exakten Geschäftsplan vorlegen und Fragen nach der Zukunftsfähigkeit des Betriebs nachvollziehbar beantworten zu können.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 03|2013, Seite 35

 
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