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Editorial

Schulfach Unternehmertum

Eine in meinen Augen bedeutsame Meldung ging dieser Tage fast ein wenig unter: Beim Deutschen Gründerpreis für Schüler war Mittelfranken in diesem Jahr ganz vorne: Der 1. Preis ging an ein Team vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erlangen, der 3. Preis an das Hans-Sachs-Gymnasium in Nürnberg.

Gymnasium und Unternehmertum? In meiner Schulzeit galt man fast schon als asozial, wenn man aus einer Unternehmerfamilie stammte. Heute wiederum haben auch systemkritische Köpfe erkannt, dass gerade unsere mittelständischen und familiär geprägten Firmen maßgeblich zum Miteinander und zur gegenseitigen Wertschätzung im Arbeitsleben beigetragen haben.

Brauchen wir demnach mehr Unternehmerinnen und Unternehmer in unserer Gesellschaft? Ich meine ja. Das hat auch die Europäische Union erkannt und empfiehlt ihren Mitgliedsländern, den Unternehmergeist in Schulen und Hochschulen zu wecken. Eine entsprechende Verankerung in Lehrplänen ist eine Uralt-Forderung der IHK-Organisation.

Das fünfköpfige Siegerteam aus Erlangen wurde von regionalen Medien interviewt, über ihre Geschäftsidee und die nicht gerade niedrigen Hürden, die es auf dem Weg zur eigenen Firma zu überwinden gilt. Am Ende aber konnten sich alle fünf vorstellen, nach Abschluss ihrer Schul- bzw. Studienzeit ein Unternehmen zu gründen. Wenn der Mut zur Selbstständigkeit in jungen Jahren nicht vorhanden ist, wann dann?

Autor: 

IHK-Präsident

Dirk von Vopelius

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 07|2017, Seite 3

 
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