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CG Tec

Eintauchen in Carbon-Welten

CG Tec © CG Tec

Faserverbundwerkstoffe sind leicht, bruchfest und langlebig.

„Anfassen strengstens erwünscht“ – Diese Devise gilt für die Carbonscout World, die die CG Tec GmbH im Gewerbegebiet Hügelmühle bei Spalt aus Anlass des 20. Firmenjubiläums eröffnet hat.

In dieser Erlebniswelt können Kunden die vielfältigen Produkte aus Carbon-, Basalt- und Glasfasern kennenlernen und sich ausführlich beraten lassen. Auch der Herstellungsprozess – von der Rohstoffgewinnung über die Rohlinge bis hin zu den Zwischen- und Endprodukten – wird anschaulich dargestellt. Mit dieser Präsentation will Oliver Kipf, Mitgründer und Geschäftsführer von CG Tec, seinen Enthusiasmus teilen: „Die faszinierenden Eigenschaften unserer ungewöhnlichen Rohstoffe beeindrucken mich schon seit Jahrzehnten. Diese Begeisterung ist mit unseren zahlreichen Innovationen und Patenten immer größer geworden.“ Jeden Donnerstag von 10 bis 17 Uhr haben Kunden und andere Interessierte die Möglichkeit, sich in der Carbonscout World über Faserverbundmaterialien zu informieren.

Das Kerngeschäft von CG Tec ist die Entwicklung, Herstellung und Anwendung von Produkten aus Faserverbundwerkstoffen, in denen die Hochleistungsmaterialien Carbon, Glasfaser und Basalt stecken. Diese Werkstoffe punkten insbesondere in Anwendungen, wo geringes Gewicht, hohe Bruchfestigkeit, Zugfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Langlebigkeit verlangt werden. Das seit 2006 in Spalt ansässige Unternehmen beschäftigt knapp 60 Mitarbeiter und stellt u. a. Rohre, Stäbe, Platten und sonstige Bauteile aus Faserverbundmaterialien her. Sie werden in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, z. B. in Maschinenbau, Medizintechnik, Robotik, Automobilindustrie und Luftfahrtechnik.

In diesem Segment hat CG Tec Neuland betreten: Das Familienunternehmen entwickelte die Tragwerkstruktur für einen Ultraleicht-Hubschrauber („UL-Heli“). Das Gestell aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) wiegt weniger als zehn Kilogramm. Zugleich ist es aber stabil genug, um harte Landungen und schlechte Wetterbedingungen zu meistern. Die Tragwerkstruktur wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts mit ZCK Carbon & Cutting Tech (Kulmbach) und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA (Bayreuth) entwickelt. Der „UL-Heli“ hat es geschafft, sich unter 4 500 Förderprojekten bundesweit in den Top 30 zu platzieren. So hatte CG Tec die Chance, die CFK-Tragwerkstruktur im Mai auf dem Innovationstag des Mittelstandes in Berlin zu präsentieren.

Forschung und Entwicklung (FuE) haben für Oliver Kipf einen hohen Stellenwert: Bereits 2009 etablierte er eine eigene Entwicklungsabteilung, die derzeit sieben weitere Förderprojekte im Maschinenbau, in der Bauindustrie und in der Prozessoptimierung betreut. Ein weiterer Schwerpunkt sind kundenspezifische Projekte, die Optimierung interner Prozesse und die Produktentwicklung. Bei den FuE-Aktivitäten denkt Geschäftsführer Oliver Kipf über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus und setzt auf Netzwerke, weshalb er sich im Cluster Neue Werkstoffe der Bayern Innovativ GmbH engagiert.

Autor: 

(aw.)

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 10|2017, Seite 101

 
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