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VR-Banken in Mittelfranken

Firmenkunden in sehr guter Verfassung

VR-Banken_Mittelfranken_2018_2_Foto Greiner © Udo Greiner

Vertreten die Volks- und Raiffeisenbanken in Mittelfranken: Regionaldirektor Roland Streng, Vizepräsident Dr. Gerhard Walther, Präsident Manfred Göhring und Regionalleiter Markus Graßer (v. l.).

Zum 200. Geburtstag des Genossenschaftspioniers Friedrich Wilhelm Raiffeisen lebt die historische Partnerschaft zwischen Mittelfrankens Volks- und Raiffeisenbanken und ihren Firmenkunden wie eh und je.

Das stellte Manfred Göhring, Bezirkspräsident des Genossenschaftsverbands Bayern, mit Blick auf die Bilanz 2017 fest. Nach seiner Analyse liegt die Bonität der Unternehmen auf hohem Niveau: „Sie lassen die Gewinne weitestgehend im Betrieb.“ Die Folgen für die mittelfränkischen Genossenschaftsbanken: Es gebe keine wesentlichen Ausfälle, die Eigenkapitalquote befinde sich fast 100 Prozent über den festgelegten Vorgaben und angesichts vier Prozent höherer Kundengelder könnten die Kreditwünsche der Wirtschaft befriedigt werden, so der Bezirkspräsident.

Die Bankengruppe trotzt laut Göhring den Widrigkeiten der Niedrigzinspolitik und konnte ein leichtes Minus beim Zinsgeschäft durch einen Zuwachs bei den vor allem von Wertpapieren getragenen Provisionen ausgleichen. Unter dem Strich steht ein Ergebnis vor Steuern von 129,8 Mio. Euro (plus 1,6 Prozent). Dies sei umso bemerkenswerter, als die genossenschaftlichen Geldinstitute „nicht dem Primat der Gewinnmaximierung unterliegen“, sagte Göhring, der auch Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht ist. So sei man auch nicht auf die Erhebung von Strafzinsen bei hohen Einlagen angewiesen, zumindest nicht bei langjährigen Firmenpartnern.

In Mittelfranken gibt es 23 Volks- und Raiffeisenbanken mit einer gemeinsamen Bilanzsumme von 14,2 Mrd. Euro. Fusionsabsichten gebe es derzeit keine, zumal 2017 drei geplante Zusammenschlüsse wieder abgesagt worden sind. Nur die Raiffeisenbank am Rothsee in Hilpoltstein sei mit der Raiffeisenbank Berching-Freystadt-Mühlhausen aus der Oberpfalz im Gespräch. „Unsere Banken sind trotz aller Unkenrufe auch aus den eigenen Reihen kerngesund“, erklärte Göhring.

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(ug.)

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 05|2018, Seite 94

 
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