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Landis+Gyr

Wo Temperatur zählt

a-nnz-ha-20180409_162634-4-20180731-152339 © Foto: Stefan Hippel

Blick in die Fertigung: Ein Mitarbeiter bei der Montage von Messeinrichtungen.

Digitalisierung, Industrie 4.0, Internet of Things und Smart Metering – dies sind nur einige der Schlagwörter, die derzeit in der Energiebranche häufig fallen und die einen ganzen Industriezweig umtreiben.

Intelligentes Messwesen und integrierte Energiemanagement-Lösungen sind Schlüsselbausteine einer modernen, verlässlichen und bezahlbaren Energieversorgung im rundum vernetzten Zeitalter. Genau darauf hat sich in über 120 Jahren Unternehmensgeschichte das Schweizer Unternehmen Landis+Gyr spezialisiert, das auch in Nürnberg mit einem Standort vertreten ist.

Mit der Herstellung von Stromzählern, Telefoninduktoren und Phonographen zählte das Unternehmen seit seiner Gründung im schweizerischen Zug 1896 zu den Pionieren der Elektrifizierung. Heute ist Landis+Gyr mit über 6 000 Mitarbeitern in mehr 30 Ländern tätig und zählt über 3 500 Kunden aus der Energiewirtschaft. Das Angebot des seit Sommer 2017 an der Schweizer Börse Six gelisteten Unternehmens reicht von Smart-Metering-Lösungen in den Bereichen Strom, Gas, Wärme und Kälte über Sensoren und Automatisierungstechnik für das Verteilnetz bis hin zu Lösungen für Netzmanagement, Laststeuerung und Analytik.

In Nürnberg ist seit vielen Jahren der Geschäftsbereich „Heat“ beheimatet, der ausschließlich auf Wärme- und Kältemessung spezialisiert ist. Am Standort, an dem über 220 Mitarbeiter beschäftigt sind, werden Zähler für Fernwärme- und Fernkältenetze entwickelt, produziert und weltweit vertrieben. Diejenigen Geräte also, die zur Ermittlung des Heiz- und Kälteenergieverbrauches benötigt werden, heute mittels moderner Ultraschalltechnologie exakte Abrechnungen ermöglichen und über verschiedene Standards kommunizieren können. Vor Kurzem ist der fünfmillionste Zähler in Nürnberg vom Band gegangen.

Seinen Ursprung hat der Standort in den 60er Jahren, als aus den ehemaligen Schuckertwerken unter Führung von Siemens das Nürnberger Zählerwerk hervorging. Als Siemens 1998 das Industriegeschäft der Elektrowatt AG übernahm, zu der Landis+Gyr damals gehörte, wurde das Zählersegment unter dem Namen „Siemens Metering AG“ zusammengelegt und fortgeführt. 2002 folgte jedoch bereits der Rückzug von Siemens aus dem Zählergeschäft, sodass Landis+Gyr wieder unter eigenem Namen firmierte. Unter neuen Eigentümern setzte das Unternehmen dann in Nürnberg mit zunächst rund 130 Mitarbeitern die Produktion von Wärme- und Kältezählern fort, die stetig ausgebaut und modernisiert wurde.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 09|2018, Seite 78

 
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