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IHK-Wahl 2019

Parlamente der Wirtschaft werden neu gewählt

Journalisten Besprechung © aerogondo - Fotolia

Die Kandidaten stehen fest. In der zweiten Septemberhälfte werden die Briefwahlunterlagen versandt.

Die IHK als Gemeinschaft der Unternehmen in Mittelfranken setzt auf Engagement und Selbstorganisation. Dabei erfolgt die demokratische Legitimation über Wahlen. 150 000 Gewerbetreibende aus Industrie, Handel und Dienstleistung sind jetzt  aufgerufen, ihre Vertreter in der IHK-Vollversammlung und den 13 regionalen IHK-Gremien per Briefwahl zu bestimmen. Insgesamt 448 Kandidaten stehen für die Sitze in der IHK-Vollversammlung und in den regionalen IHK-Gremien zur Wahl. Für die 65 Vollversammlungssitze kandidieren 113 Unternehmerpersönlichkeiten. Während die absolute Anzahl der Bewerber für die Vollversammlung leicht gesunken ist, stieg die Zahl der Unternehmerinnen von 17 auf 25 an. Für die 243 Sitze in den regionalen IHK-Gremien bewerben sich 334 Kandidaten, davon 55 Unternehmerinnen.

Spiegelbild der regionalen Wirtschaft

Die Sitzverteilung in der Vollversammlung sowie in den regionalen IHK-Gremien, die als Vor-Ort-Vertretungen in ganz Mittelfranken fungieren, gibt die wirtschaftliche Struktur des IHK-Bezirkes spiegelbildlich wider. Für die verschiedenen Branchen ist eine ihrer wirtschaftlichen Größe und Bedeutung entsprechende Zahl von Sitzen vorgesehen. Deshalb wird die Wahl zur Vollversammlung in 20 Wahlgruppen vorgenommen, die dem Gewicht der Wirtschaftszweige (gemessen an der Zahl der Unternehmen und Beschäftigten sowie dem Gewerbeertrag) entsprechen.

Neue Wahlgruppen

Wirtschaft entwickelt sich dynamisch. Daher werden vor jeder Wahlperiode die Strukturen genau analysiert. Vor fünf Jahren wurde die neue Wahlgruppe „Kultur- und Kreativwirtschaft“ eingeführt. Heuer waren signifikante Zuwächse in den beiden Wahlgruppen mit den Branchen Consulting, Immobilien, Finanzvermittlung, Personaldienstleistung sowie Gesundheit, Sicherheit, Gebäudereinigung festzustellen. Deshalb hat die Vollversammlung diese beiden Wahlgruppen in die neugefassten Wahlgruppen 17, 19 und 20 aufgeteilt und damit klarer profiliert.

IHK-Wahlportal

Alle IHK-Mitglieder waren aufgerufen, bis 11. Juli 2019 (mit Nachfrist bis 16. August 2019) Wahlvorschläge einzureichen. Die Kandidaten haben die Möglichkeit, auf dem IHK-Wahlportal www.ihkwahl2019.de ein Statement zu veröffentlichen und mit den Wählern zu kommunizieren. Die Kandidatenpräsentationen werden Anfang September freigeschaltet. Zudem werden in der gedruckten Ausgabe des IHK-Magazins „WiM – Wirtschaft in Mittelfranken“ die Kandidaten für die Vollversammlung aus Industrie, Handel und Dienstleistung vorgestellt. Industrieunternehmen erhalten die WiM-Ausgabe mit den Kandidaten der Industriewahlgruppen, Handels- und Dienstleistungsunternehmen entsprechend. Die Kandidatenprofile finden Sie auch unter www.ihkwahl2019.de/kandidaten.

 Wer kann wählen?

Jedes IHK-Mitglied ist aktiv wahlberechtigt. IHK-Mitglied ist jeder Gewerbetreibende (ausgenommen Handwerk), der im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken gewerblich tätig ist. Wie später in der Vollversammlung gilt auch bei der Wahl das Prinzip: Ein Unternehmer, eine Stimme – unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Großkonzern handelt oder um einen Einpersonenbetrieb. Sind mehrere Personen vertretungsberechtigte Gesellschafter, Eigentümer oder im Handelsregister eingetragene Prokuristen eines Unternehmens, kann das aktive Wahlrecht nur einmal ausgeübt werden.

Wie wird gewählt?

Die Stimmabgabe für die Wahl der Vollversammlung und der 13 regionalen IHK-Gremien erfolgt durch Briefwahl. Die wahlberechtigten Unternehmen erhalten im September die Wahlunterlagen für die Wahl zur Vollversammlung und – soweit ihr Hauptsitz oder eine Betriebsstätte außerhalb Nürnbergs liegt – zusätzliche Wahlunterlagen für die Wahl der regionalen IHK-Gremien.

Die Wahlergebnisse werden im November 2019 auf der Webseite der IHK Nürnberg für Mittelfranken sowie im IHK-Magazin WiM veröffentlicht. Im März 2020 tritt die Vollversammlung der neuen, fünfjährigen Wahlperiode zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen und wählt aus ihrer Mitte das Präsidium. Um die Regionalität auch im Präsidium besser zu gewährleisten, werden bis zu vier Gremiumsvorsitzende zu Vizepräsidenten gewählt, sodass dem Präsidium künftig 14 Mitglieder angehören können.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 09|2019, Seite 34

 
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