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Editorial

Neustart gestalten

Deutschland bekommt die Corona-Krise im Vergleich mit anderen Ländern relativ gut in den Griff. Unsere Unternehmen waren in aller Regel solide aufgestellt und die sparsame Haushaltsführung des Staates in den vergangenen Jahren ermöglicht nun umfangreiche Rettungsprogramme. Wir als IHK haben mit allen Kräften bei den unzähligen Fragen der Krisenbewältigung unterstützt und tun dies weiterhin. Die Aufhebung des Lockdowns bringt jetzt klare Perspektiven, wie die Wirtschaft schrittweise wieder hochfahren kann.

Illusionen sollte sich aber niemand machen: Eine schnelle Rückkehr zu gewohnten Verhältnissen wird es nicht geben.

Umso wichtiger ist es, dass jetzt keine bürokratischen Bremsklötze das Wiederanfahren behindern.

Das ist die zentrale Botschaft, die die IHKs in Bayern mit ihrem Neustart-Programm senden, das vor allem kleine und mittlere Betriebe im Auge hat. Neue Gesetze, Verordnungen und regulative Vorgaben sollten aufgeschoben werden, kurz gesagt: ein Belastungsmoratorium, damit sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Was wir stattdessen brauchen, ist ein Paket für steuerliche Entlastungen und Investitionen, um branchenübergreifend das Wirtschaftsgeschehen zu stimulieren.

So können wir die aktuellen Herausforderungen bewältigen. Dabei muss uns eines klar sein: Nur mit einer starken Wirtschaft können wir Arbeitsplätze und Wohlstand sichern.

Autor: 

Dr. Armin Zitzmann
IHK-Präsident

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 05|2020, Seite 3

 
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