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Sparkassen in Mittelfranken

Gute Ergebnisse vor Corona

Mittelfrankens Sparkassen haben eine erste Bilanz seit Beginn der Corona-Krise gezogen.

Man habe bis Mitte Mai mit zahlreichen Firmenkunden Beratungsgespräche geführt, wie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen erhalten und der aktuelle Liquiditätsbedarf gesichert werden kann. Tilgungsaussetzungen würden dabei bevorzugt, weshalb sie bei fast 2 700 Firmenkunden umgesetzt wurden. Auf Privatkundenseite wurden in knapp 3 200 Fällen bei Privatkrediten und Baufinanzierungen Tilgungsleistungen ausgesetzt. Mittelfrankens Sparkassen hatten Ende 2019 Kundenkredite von knapp 20 Mrd. Euro ausgereicht.

Wie das Corona-Jahr weiterlaufen werde, dazu hatte das größte mittelfränkische Institut, die Sparkasse Nürnberg, bei der Vorstellung der Jahreszahlen 2019 zurückhaltend prognostiziert: Während das Kreditgeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen zunehmen könnte, werde das Privatkundengeschäft zurückgehen. Das Ergebnis werde sich verschlechtern, auch weil die Risikovorsorge ansteigen werde. Die Zahlen für 2019 waren dagegen positiv: Das Institut konnte sowohl bei der Bilanzsumme (11,6 Mrd. Euro) als auch bei den Kreditbeständen (7,1 Mrd. Euro) und den Einlagen (9,7 Mrd. Euro) ein Plus verzeichnen. Die Darlehenszusagen an Privatpersonen stiegen um fünf Prozent auf 636 Mio. Euro, bei Unternehmen und Selbstständigen legten sie um rund 50 Prozent auf 795 Mio. Euro zu. Die Beschäftigtenzahl war mit 1 721 Mitarbeitern leicht rückläufig.

Die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach als zweitgrößtes Institut in Mittelfranken hat ihre Bilanzsumme 2019 auf 6,5 Mrd. Euro gesteigert. Die Gesamteinlagen wuchsen um 342 Mio. Euro auf 5,5 Mrd. Euro, der Anstieg bei den Privatkunden belief sich auf 301 Mio. Euro. Der Kreditbestand erhöhte sich um 78 Mio. Euro auf 3,7 Mrd. Euro, wobei der Zuwachs bei den Privatkunden rund vier Prozent und bei den Unternehmen drei Prozent betrug. Die Zahl der Beschäftigten ging leicht auf 950 zurück. Der Vorstand blickt vorsichtig optimistisch in das Jahr 2020, die Auswirkungen der Corona-Krise auf die regionale Wirtschaft und die Sparkasse blieben jedoch abzuwarten.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 05|2020, Seite 91

 
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