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Schriftliche IHK-Abschlussprüfungen

Nachholspiel: Azubis haben fertig

20200619_084559 © Johannes Froschmeir / IHK

Einer der rund 90 Prüfungsorte in Mittelfranken: Der VIP-Bereich des Nürnberger Max-Morlock-Stadions.

Die Corona-Krise hat auch die berufliche Ausbildung durcheinander gebracht: Die schriftlichen IHK-Abschlussprüfungen hätten eigentlich deutschlandweit im April und Mai stattfinden sollen, mussten aber wegen der Pandemie verschoben werden.

Sie wurden nun im Juni innerhalb einer Woche nachgeholt. In Mittelfranken traten insgesamt 5 910 Auszubildende zu den Prüfungen in den IHK-Berufen an. Die 1 586 Azubis in den industriell-technischen Berufen waren am 16. und 17. Juni an der Reihe, die 4 324 Azubis in den kaufmännischen Berufen folgten gleich darauf am 18. und 19. Juni.

"Wir sind erleichtert, dass die schriftlichen Prüfungen mit relativ geringer Verzögerung stattfinden konnten", so Stefan Kastner, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Berufsbildung. Zudem seien die praktischen Prüfungen wie geplant am 4. Mai 2020 gestartet. So könne der aktuelle Abschlussjahrgang die Ausbildung noch vor den Sommerferien und damit innerhalb der vertraglich vereinbarten Ausbildungszeit beenden. Dies sei auch für die Ausbildungsbetriebe wichtig, weil dadurch eine Überlappung mit dem neuen Ausbildungsjahr vermieden wird, das am 1. September startet.

Die Prüfungen seien in Corona-Zeiten eine besonders große organisatorische Herausforderung gewesen, so Kastner. Normalerweise würden die Prüfungen in einigen großen Hallen und Sälen abgehalten, zum Beispiel in der Nürnberger Meistersingerhalle. Diese reichten diesmal wegen der Hygiene- und Abstandsregeln bei weitem nicht aus: Um die Anforderungen einzuhalten, habe die IHK Nürnberg insgesamt 86 Räume in ganz Mittelfranken angemietet – mehr als doppelt so viele als in "normalen" Jahren. Entsprechend erhöht habe sich auch der Bedarf an Aufsichten: In diesem Jahr seien rund 500 Personen mit der Abnahme der Prüfungen befasst gewesen – rund doppelt so viele als sonst. Darunter waren auch viele IHK-Mitarbeiter, die eigens dafür geschult worden waren. Mit einem umfassenden Hygienekonzept an den Prüfungsorten sorgte die IHK für einen sicheren Ablauf der Prüfungen. Aufgrund der deutlich vergrößerten Abstände zwischen den Arbeitsplätzen bestand während der Prüfung keine Mundschutzpflicht, jedoch beim Betreten und Verlassen der Prüfungsräume.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 07|2020, Seite 52

 
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