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Corona-Splitter

App klärt über Wechselwirkungen bei Covid-19 auf

Der Fürther IT-Dienstleister und IHK-Gründerpreisträger HMG Systems Engineering GmbH (HMG) ist auf Anwendungen spezialisiert, die die Risiken der Wechselwirkungen von Medikamenten-Wirkstoffen ermitteln können. Nun hat HMG dieses System mit dem „PGXperts InteraktionsCheck“ erweitert. Dieser informiert Ärzte seit Ende Juni schnell über mögliche Wechselwirkungen von 21 Wirkstoffen, die für die Therapie von Covid-19 aussichtsreich, bislang jedoch noch nicht zugelassen sind. Bei der Bewertung des Risikos berücksichtigt die Anwendung die genetischen Merkmale, die aktuell verordneten Medikamente sowie den individuellen Lebensstil des Patienten. Der „PGXperts InteraktionsCheck“ soll vor allem jene Patienten schützen, die durch die Einnahme mehrerer Medikamente ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Krankheit haben. Er steht medizinischem Personal sowohl als Web- als auch als Smartphone-Applikation zur Verfügung.

Kontaktlose Gästeregistrierung für Restaurants

Die Nürnberger IT-Spezialisten Steffen Löslein, Christoph Löslein und Dmitry Gorelenkov haben den digitalen Dienst „Corona-Anmeldung“ entwickelt. Damit wollen sie Gastronomen bei der elektronischen Registrierung und Verwaltung von Gästedaten unterstützen. Durch Scannen eines QR-Codes beim Betreten des Restaurants können Gäste ihre Kontaktdaten über das eigene Smartphone eingeben und auf diese Weise kontaktlos und zugleich umweltfreundlich hinterlassen. Deutschlandweit nutzten das Anfang Juni gestartete Angebot bereits mehr als 500 Restaurants. Eine ähnliche, kostenpflichtige App zur elektronischen Gästeregistrierung stellt unter anderem auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) zur Verfügung.

Temperaturmessung gegen Corona

Die Astrum IT GmbH aus Erlangen hat in ihr Besuchermanagement-System „Visit“ eine Fiebermess-Funktion integriert. Wenn sich betriebsfremde Besucher am Empfang anmelden, erfassen Wärmebildkameras die Körpertemperatur. Unternehmen können bei Überschreitung eines Schwellenwertes reagieren, noch bevor möglicherweise erkrankte Personen Zutritt zum Betrieb erhalten. So soll das Risiko für Corona-Infektionen gesenkt werden.

Kreativ durch die Krise

Die Zahl der Online-Zugriffe auf Malvorlagen und Zeichenanleitungen beim Steiner Schreibwarenhersteller Faber-Castell AG hat sich während der Corona-Krise mehr als verdreifacht. Das Unternehmen führt den Anstieg darauf zurück, dass viele Menschen in Folge der Corona-Beschränkungen psychische Belastungen wie Stress, Ängste und Einsamkeit erlebten. Wissenschaftliche Studien zeigten, dass kreative Betätigung negative Emotionen reduzieren könne und sich als therapeutische Maßnahme zum Stressabbau eigne. Wegen der gestiegenen Nachfrage plant Faber-Castell, sein Angebot an Malvorlagen und Zeichenanleitungen auf der Webseite zu erweitern.

Ticket-Gewinnspiel zugunsten von Gastronomen

Die Nürnberger Tucher Bräu GmbH & Co. KG möchte mit einem Gewinnspiel mehr Gäste in Biergärten und Restaurants locken, um damit ihre Partnerwirte bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Krise zu unterstützen. Tucher stellt mit seiner Aktion „Lokal-Helden“ insgesamt 10 000 Eintrittskarten für Sportveranstaltungen bereit – für Heimspiele des Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth, des Eishockey-Clubs Nürnberg IceTigers, der Handballer des HC Erlangen sowie der American Footballer der Nürnberg Rams und der Bundesliga-Ringer der Joahnnes Grizzlys. Wer bei einem der über 800 beteiligten „Tucher“- oder „Grüner“-Wirte einkehrt, erhält eine Teilnahmekarte für die Verlosung seiner Wunschtickets. Die Gewinner sollen die Karten für ihren persönlichen Lieblingsverein einlösen können, sobald die Corona-Lage Wettkämpfe vor Publikum wieder zulässt.

Hygienespray für „Genießer“

Die Nürnberger Hausbrauerei Altstadthof e. K. beweist in der Corona-Krise Erfindergeist: Die Brauerei und Brennerei hatte ihre Whiskydestillation während der Pandemie auf hochprozentigen Alkohol umgestellt, um den Bedarf an Desinfektionsmitteln für Krankenhäuser und Apotheken zu decken. Auf dieser Basis entwickelten die Braumeister Reinhard und Maximilian Engel die Idee für ein eigenes „Genuss-Hygienespray“. Das Spray auf Bioalkohol-Basis duftet je nach Geschmacksrichtung nach Gin, Whisky oder Hopfen, wirkt laut Hersteller antiviral und könne auch als Rachenspray verwendet werden.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 09|2020, Seite 84

 
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