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Online-Tool der EU

Wie nutzt man Freihandelsabkommen?

Unternehmen, die im Außenhandel aktiv sind, müssen Ursprungsregeln beachten, um Zollerleichterungen in Anspruch nehmen zu können. Doch die Materie ist kompliziert: Welche Regeln gelten für welche Produkte und für welches Land?

Hier bietet das neue Online-Instrument "Rosa" ("Rules of Origin Self-Assessment") der EU-Kommission eine wichtige Hilfestellung. Dort können Außenhandelsunternehmen auf einfache Weise prüfen, ob sie für ihre Produkte ein Freihandelsabkommen nutzen können oder ob sie weiterhin den vollen Zollsatz zahlen müssen. Das Ursprungs-Tool ist in das neue EU-Handelsportal "Access2Markets" integriert und kann kostenlos genutzt werden. Der interaktive Leitfaden bietet raschen Zugriff auf die relevanten Ursprungsregeln sowie Erläuterungen, Checklisten und Beispiele aus der Praxis.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der europäische Kammerdachverband Eurochambres hatten diese Initiative seit Langem unterstützt, weil sie im Außenhandel eine wichtige Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen darstellt. "Damit Handelsabkommen Erfolg haben, ist ihre Umsetzung entscheidend", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Dr. Volker Treier. "Gerade die oft komplexen Regeln und Dokumentationspflichten halten bisher viele Unternehmen davon ab, Handelspräferenzen zu nutzen, die ihnen eigentlich zustehen." Das neue Online-Instrument schaffe hier Abhilfe und erleichtere den Betrieben die Nutzung der Freihandelsabkommen.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 12|2020, Seite 29

 
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