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IHK-Standortumfrage 2019

IHK-Gremien Ansbach, Dinkelsbühl, Rothenburg o.d.T.

Datum: 17.09.2019
 

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Dipl.-Volksw. Karin Bucher

Dipl.-Volksw. Karin Bucher

Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Ansbach, Gleichstellungsbeauftragte Tel: +49 981 209570 01

Ansbach - Im Unternehmerurteil schneiden Stadt und Landkreis Ansbach insgesamt gut ab, wobei als wichtigste Herausforderung die Verfügbarkeit von beruflich qualifizierten Arbeitskräften gesehen wird. Nachholbedarf besteht bei der Breitbandversorgung und dem Mobilfunkempfang. Im Vergleich zu Mittelfranken insgesamt gibt es Defizite bei der medizinischen Versorgung und dem ÖPNV. Vorteilhaft hingegen werden die Verfügbarkeit und Kosten bei Grundstücken und Immobilien bewertet.

Vier von fünf der in Ansbach und Dinkelsbühl ansässigen Unternehmen würden ihren Standort in Mittelfranken weiterempfehlen. Ein Drittel der Betriebe dort plant in den nächsten fünf Jahren am Standort zu expandieren. In Rothenburg o. d. T. sind es dagegen nur sieben von zehn Unternehmen, die ihren Standort weiterempfehlen. Ihren Betrieb am Standort vergrößern möchten hier gut ein Viertel der Unternehmen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Standortumfrage der IHK, an der sich branchenübergreifend knapp 2.200 mittelfränkische Betriebe unterschiedlicher Größe – darunter rund 400 Unternehmen aus der Stadt und dem Landkreis Ansbach – beteiligt haben.

Handlungsfelder

Die Unternehmen haben zu insgesamt 47 Standortfaktoren aus den sechs Themengebieten Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Verwaltung, Standortkosten, wirtschaftliches Umfeld und allgemeines Umfeld ihre Einschätzung abgegeben.

Neben der Bedeutung der Standortfaktoren wurde die Zufriedenheit der Unternehmen abgefragt. So konnten nicht nur die Stärken, sondern auch die Handlungsfelder deutlich identifiziert werden. Wichtigste Infrastrukturfaktoren sind aus Sicht der Betriebe im Landkreis Ansbach der Mobilfunkempfang und die Breitbandinfrastruktur. Doch hier besteht Nachholbedarf: Beinahe jeder vierte befragte Unternehmer gab die Note Fünf oder Sechs. Gerade mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung ist es eine vordringliche Aufgabe der Politik, weiße Flecken auf der Landkarte zu beseitigen.

Im Vergleich zu den Ergebnissen der Umfrage für gesamt Mittelfranken, kann der Landkreis Ansbach beim Thema Immobilien punkten: Erweiterungsflächen sind noch verfügbar, die Preise sind moderat. Auch die Wohnsituation für ihre Mitarbeiter bewerten Unternehmer in Dinkelsbühl und Rothenburg vergleichsweise positiv. Hier wird auch das Erscheinungsbild der Kommune ausgesprochen gut eingeschätzt.

Im gesamten Landkreis sehen Unternehmen zunehmend besorgt auf den Aspekt der medizinischen Versorgung. Diese wird deutlich schlechter bewertet als im mittelfränkischen Durchschnitt – jeder vierte Befragte befand diese als mangelhaft oder ungenügend. Auch die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr wird in allen drei Gremiumsbezirken bemängelt.

Fachkräftesicherung

In Stadt und Landkreis Ansbach wird der größte Handlungsbedarf in der Verfügbarkeit von – insbesondere beruflich qualifizierten – Fachkräften gesehen. Eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und der Arbeitszeit von Frauen kann dazu beitragen, den Fachkräftemangel abzumildern. Im Landkreis Ansbach arbeiten gut die Hälfte aller erwerbstätigen Frauen nur in Teilzeit. Mit geeigneten Maßnahmen könnte hier entgegengesteuert werden. Dazu gehört die bessere Unterstützung von Beschäftigten mit pflegebedürftigen Angehörigen und die Ausweitung der Kinderbetreuungsangebote – auch im Bereich der Schulkind- und Ferienbetreuung.

Bei der Gewinnung von Fachkräften kann auch ein attraktives Umfeld in den Gewerbegebieten, beispielsweise mit Kinderbetreuungsmöglichkeiten, guter ÖPNV- und Radweganbindung, Gastronomie und Nahversorgung in den Gewerbegebieten helfen.

Alle Ergebnisse der IHK-Standortumfrage 2019 im Detail

Sie finden die Ergebnisse der IHK-Standortumfrage unter www.ihk-nuernberg.de/standortumfrage

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