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Sprachförderung

Sprachförderung

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Franziska Röder

Franziska Röder

Projektmanagerin IQ-Fachkräftenetzwerk Einwanderung Tel: +49 911 1335 142

Sprachkenntnisse sind der Schlüssel für die betriebliche Integration. Sowohl Fachsprache als auch Alltagssprache sind nötig, um im Arbeitsleben erfolgreich bestehen zu können.

Neben den staatlich geförderten Sprachkursen gibt es eine wachsende Anzahl an Online-Angeboten und Sprach-Apps, die die Geflüchteten beim Spracherwerb unterstützen.

 

Grundlegende Sprachförderung - Integrationskurse

Die BAMF-Integrationskurse richten sich an neuzugewanderte Menschen, auch Flüchtlinge und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive sind zur Teilnahme berechtigt oder können unter Umständen zur Teilnahme verpflichtet werden. In der Regel umfasst der Kurs 700 Unterrichtseinheiten, wovon der Sprachkurs 600 Einheiten umfasst. Auch Spezialkurse wie Alphabetisierungskurse werden angeboten. Im Anschluss an den Sprachkurs besuchen die Teilnehmer einen 100 stündigen Orientierungskurs, der Wissen zum Leben in Deutschland (Geschichte, Rechtswesen, Kultur etc.) vermittelt. Am Ende des Kurses legen die Teilnehmer den "Deutsch-Test für Zuwanderer" (DTZ) ab. Wird der Sprachkurs mit dem Niveau A2 oder B1 abgeschlossen, erhalten die Teilnehmer ein DTZ-Zertifikat.

Weitere Informationen zu den Integrationskursen finden Sie auf den Seiten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Kursanbieter in Ihrer Nähe können über das WebGIS des BAMF gefunden werden.

 

Berufsbezogene Deutschsprachförderung

Nach der Teilnahme am Integrationskurs können Personen, die ihre Sprachkenntnisse weiter verbessern und somit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern möchten, an den berufsbezogenen Deutschkursen teilnehmen. Zugang zu den Kursen haben grundsätzlich Geflüchtete mit Aufenthaltstitel (anerkannte Flüchtlinge, Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte) und Asylbewerber aus Ländern mit guter Bleibeperspektive.

Die berufsbezogene Deutschsprachförderung unterteilt sich in Basismodule und Spezialmodule. Die Basismodule haben zum Ziel, das Sprachniveau von B1 auf B2 zu erhöhen (oder B2 zu C1 / C1 zu C2). Die Stundenzahl in den Kursen mit Zielsprachniveau B2 wurde übergangsweise von 300 auf 400 Unterrichtseinheiten erhöht. Sprachkurse mit Zielsprachniveau C2 werden derzeit noch nicht angeboten. Die Spezialmodule vermitteln Fachwörter für einen bestimmten Beruf oder eine Berufsgruppe. Die Module enden mit einem Sprachtest. Kurs und Prüfung können einmal wiederholt werden.

Die berufsbezogene Deutschsprachförderung ist kostenlos für Auszubildende und alle Beschäftigten, die zusätzlich Leistungen nach AsylbLG, SGB II oder SGB III bekommen. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte müssen einen Kostenbeitrag von 50% pro Unterrichtseinheit an den Kursträger zahlen. Der Kostenbeitrag kann auch durch den Arbeitgeber aufgebracht werden.

Die Teilnehmenden können unter den vom BAMF zertifizierten Kursträgern frei wählen. Der Träger legt vor Kursbeginn mit einem Test den passenden Kurs fest. Für die Teilnahme benötigen Geflüchtete eine Berechtigung, die entweder das BAMF, das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit ausstellt.

Kurse in Ihrer Nähe finden Sie im KURSNET der Bundesagentur für Arbeit.

Weiterführende Informationen zur Berufsbezogenen Deutschsprachförderung finden Sie auf den Seiten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

 

Sprachförderung im Betrieb

Nach Ende der Sprachkurse gilt es, das Gelernte in der Praxis anzuwenden und die Sprachkenntnisse zu erweitern. Insbesondere Fachvokabular wird meist erst im Betrieb erlernt. Unternehmen können Ihre Mitarbeiter in diesem Prozess unterstützen.

Die IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch bietet zahlreiche Informationen sowie Leitfäden für Betriebe, die ihre Mitarbeiter beim Spracherwerb unterstützen und auch ihr eigenes Sprachverhalten verbessern möchten.

 

 

Apps und E-Learning

Auch Apps und Online-Learningtools sind gute Möglichkeiten, die Deutschkenntnisse während und nach den Deutschkursen zu verbessern. Die Möglichkeiten und Angebote sind vielfältig, je nach Lerntyp sind verschiedenen Angebote passend. Während mache durch YouTube-Videos, Fernsehen und Radio ihre Deutschkenntnisse erweitern, bevorzugen andere spezielle Lerntools, die beispielsweise Vokabeleinheiten beinhalten.
Sie können Ihren Mitarbeiter bei der Wahl des richtigen Instruments unterstützen.

Das Goethe-Institut bietet kostenlose Onlineübungen für Deutsch am Arbeitsplatz. Neben allgemeinen Übungen werden Übungen nach Berufsfeldern wie Wissenschaft und Technik, Dienstleistungen und Büro für die Stufen A1 bis C1 angeboten.

Die Deutsche Welle bietet neben Online-Vokabeltrainern und auch Online-Sprachkurse auf den Niveaustufen A1 – C2. Außerdem sind auf der Seite der Deutsche Welle Serien und Audiobeiträge in leichtem Deutsch oder Nachrichten in langsam gesprochenem Deutsch zu finden.

Das Portal Ich will Deutsch Lernen des Deutschen Volkshochschulverbandes bietet Online-Deutschkurs auf den Niveaustufen A1 – B1, der das Rahmencurriculum für Integrationskurse mit digitalen Lernmaterialien umsetzt. Die Lernenden werden von Tutoren bereut.

Die App Mein Vokabulator der Handwerkskammer eignet sich nicht nur für Handwerksberufe. In jedem Beruf kann man mithilfe der App Fotos von Gegenständen machen, deren Bezeichnungen dann eingesprochen und notiert werden können. Zudem enthält die App eine Abfragefunktion.

Das IQ-Netzwerk hat eine App speziell für Fachkräfte im Pflegebereich entwickelt, mit deren Hilfe Deutschlernende (ab B1) spielerisch in realen Szenen Grammatik und Wortschatz üben können. Die App "Ein Tag in der Pflege" kann kostenlos heruntergeladen werden.

 

Fachspezifische Wörterbücher

Wörterbücher mit fachspezifischem Vokabular enthalten Wörter, die oftmals in allgemeinen Wörterbüchern nicht zu finden sind und fassen die Begriffe nach Themengruppen zusammen. Eine sinnvolle Unterstützung für Deutschlernende können auch Bilderwörterbücher sein. Der PONS Verlag gibt zum Beispiel fachspezifische Bilderwörterbücher in verschiedenen Sprachen heraus.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat unter ArabTerm technische Wörterbücher veröffentlicht, die die Fachbegriffe neben Deutsch auch auf Englisch, Französisch und Arabisch aufführt.

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge hat eine Liste der wichtigsten Begriffen für Angestellte der Gastronomie und der Pflege zusammengestellt. Die Fachwörter sind auf Deutsch mit Übersetzungen ins Englische, Arabische, Farsi und Tigrinya aufgelistet.

Der Flyer Basiswissen Arbeitsschutz gibt eine Übersicht der wichtigsten Gefahrenhinweise sowie eine Erläuterung in Deutsch, Englische, Arabische, Farsi und Tigrinya.

 
 
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