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Finanzierung | Förderung

Liquiditätsplanung - damit Ihr Unternehmen weiter laufen kann

Liquiditätsplanung - damit Ihr Unternehmen weiter laufen kann

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Simone Brunner

Simone Brunner

Beratung Unternehmensnachfolge, Unternehmensförderung Tel: +49 911 1335 1315
Ass. jur. Yvonne Stolpmann

Ass. jur. Yvonne Stolpmann

Leiterin Referat Gründung | Finanzierung | Nachfolge Tel: +49 911 1335 1377

Die Liquiditätsplanung dient zur Analyse der Liquiditätsentwicklung im Unternehmen. Ziel ist die Analyse und Darstellung der Zahlungsfähigkeit im Unternehmen. Eine aktuelle, permanente Überwachung der Liquidität leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die Existenz des Unternehmens zu sichern. In Sondersituationen und Krisenphasen ist es elementar, die notwendige Liquidität zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes sicherzustellen.

Um dies zu überwachen und um den Überblick über die aktuellen Zahlen zu haben, benötigen Firmen einen Liquiditätsplan.

Die Liquiditätsplanung basiert auf dem Vergleich der Einzahlungen und Auszahlungen des Unternehmens. Dazu werden lediglich die zahlungswirksamen Cash-Flows der zu prüfenden Periode in Betracht gezogen. Aufgrund der zeitlich bedingten Lücke zwischen dem Umsatz und den Zahlungseingängen entstehen Diskrepanzen zwischen der Liquiditäts- und Ergebnisplanung.

Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden daher die entsprechenden ‎Ein- und Auszahlungen an ihren jeweiligen Fälligkeitsterminen ‎‎(teilw. unter Berücksichtigung des durchschnittlichen ‎Zahlungsziels) gegenübergestellt. Der Saldo spiegelt dann ‎unter Anrechnung der Anfangssalden die Veränderung der liquiden Mittel wider und zeigt, ob die zur Verfügung ‎stehenden Kontokorrentlinien ausreichend sind. ‎

Zahlungseingänge sind aus den vorhandenen Debitorenbeständen und der Planumsätze in die Planung aufzunehmen.

Diesen Einzahlungen sind alle Auszahlungen der bereits vorhandenen Kreditoren, sonstiger Verbindlichkeiten, sowie zukünftiger Aufwendungen gegenüberzustellen. Weiterhin sind alle liquiditätswirksamen Geschäftsvorfälle (Privatentnahmen, Tilgungsraten, Investitionen, etc.), die im Unternehmen anfallen, in die Liquiditätsplanung einzubeziehen.

Struktur eines Liquiditätsplans

 

Einen ersten Überblick können Sie der nachfolgenden Struktur entnehmen, die als Basis für einen vereinfachten Liquiditätsplan dienen kann. Die Ziffern 1 – 14 beschreiben dabei die Inhalte der Konten.

Einzahlungen:

  • Übertrag Liquiditäts-Endbestand Vormonat:
    Kontostand freier verfügbarer liquiden Mittel zum Stichtag (Kasse, Bank)
  • Umsatzerlöse netto (Eingänge auf dem Konto):
    Einzahlungen aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen die auf die Geschäftstätigkeit bezogen sind
  • Einzahlungen Gesellschafter/Privateinlagen:
    Einzahlungen aus dem privaten Kreis der Gesellschafter (Privateinlagen, Gesellschafterdarlehen, Bareinlagen, etc.)
  • Sonstige Einnahmen:
    Einzahlungen die nicht mit der originären Geschäftstätigkeit zusammenhängen (z.B. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögensgegenstände, etc.)
  • Summe Einzahlungen:
    Summenzahl aus den oben aufgeführten Positionen

    Auszahlungen:
  • Materialeinkauf:
    Zahlungsausgänge bezogen auf den Einkauf von Waren und Dienstleistungen
  • Auszahlungen an Beschäftigte:
    Löhne und Gehälter
  • Fixkosten:
    Zusammenfassung der Fixkosten wie z.B. Mieten, Pachten, Leasing, KfZ Gebühren, Versicherungen, Fremdleistungen, Reparaturen, Telefon, Buchführungs- und Steuerberatungskosten, Anzahlung an Lieferanten, etc.)
  • Steuern und Abgaben:
    Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer
  • Sonstige Ausgaben:
    Ausgaben die nicht mit der originären Geschäftsstätigkeit zusammenhängen
  • Summe Auszahlungen
    Summenzahl aus den oben aufgeführten Positionen
  • Liquide Mittel vor Entnahme:
    Anfangsbestand plus Einnahmen minus Ausgaben
  • Kapitalentnahmen
    Privatentnahmen, Lebenshaltungskosten, etc.
  • Liquiditätssaldo:
    Vormonat plus Liquiditätszugang minus Liquiditätsabgang
 
 
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