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Existenzgründung

Förderprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows"

Förderprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows"

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Simone Brunner

Simone Brunner

Gründungsberatung, Unternehmensnachfolge, nexxt-change Tel: +49 911 1335 315

Das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" ist eine bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen.

Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die IHK Nürnberg ist Regionalpartner und informiert ihre Mitgliedsunternehmen über den Ablauf des Förderprogramms. Zudem werden die zur Antragstellung  notwendigen Bestätigungen über durchgeführte Informationsgespräche ausgestellt. 

Wer wird gefördert?

Das Förderprogramm richtet sich grundsätzlich an:

  • Jungunternehmen: Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind
  • Bestandsunternehmen: Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung
  • Unternehmen in Schwierigkeiten: Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden - unabhängig vom Unternehmensalter

Beratungen vor einer Gründung werden in Bayern mit dem Programm Vorgründungs-und Nachfolgecoaching Bayern unterstützt.

Was wird gefördert?

Die Beratung von Jung- und Bestandsunternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

  • Allgemeine Beratungen
    Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
  • Spezielle Beratungen
    Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Beratungen von Unternehmen
    • die von Unternehmerinnen geführt werden,
    • die von Migrantinnen oder Migranten geführt werden,
    • die von Unternehmerinnen oder Unternehmern mit anerkannter Behinderung geführt werden,
    • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund,
    • zur Gestaltung der Arbeit für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung,
    • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung,
    • zur Gleichstellung und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
    • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit,
    • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz.
  • Unternehmenssicherungsberatung
    Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten eine Beratungsförderung zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
  • Folgeberatung
    Zusätzlich kann nach der Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Beratung zur Vertiefung der Maßnahmen zur Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie am Standort des Unternehmens.

  • Jungunternehmen erhalten in Bayern einen Zuschuss von 50 Prozent bezogen auf die maximal förderfähigen Beraterkosten in Höhe von 4 000 Euro, also maximal 2 000 Euro.
  • Bestandsunternehmen erhalten in Bayern einen Zuschuss von 50 Prozent bezogen auf die maximal förderfähigen Beraterkosten in Höhe von 3 000 Euro, also maximal 1 500 Euro.
  • Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten in Bayern einen Zuschuss von 90 Prozent bezogen auf die maximal förderfähigen Beraterkosten in Höhe von 3 000 Euro, also maximal 2 700 Euro.

Wo und wie wird der Antrag gestellt?

Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA.

Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist das Unternehmen. Eine der eingeschalteten Leitstellen prüft den Antrag vor und informiert den Antragstellenden über das Ergebnis. Erst nach Erhalt dieses Informationsschreibens darf mit der Beratung begonnen und ein Beratungsvertrag unterschrieben werden.

Unbedingt beachten: Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen!

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten, die einen Förderzuschuss für eine Unternehmensberatung beantragen möchten, müssen vor der Antragstellung ein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner ihrer Wahl führen. Sie werden darin über die Fördervoraussetzungen informiert und erhalten, bezogen auf ihr individuelles Vorhaben, wichtige Hinweise für die anstehende Beratung. Bestandsunternehmen können ein solches Beratungsgespräch in Anspruch nehmen. Zwischen Gespräch und Antragstellung dürfen nicht mehr als drei Monate liegen.

Detaillierte Informationen zur Antragsberechtigung, Zuwendungsvoraussetzung, Art und Höhe der Zuwendung Abrechnung etc. finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und in der Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows.

Wie einen geeigneten Berater finden?

Über die Auswahl der Beraterin oder des Beraters entscheidet grundsätzlich die Unternehmerin oder der Unternehmer.

Es  können  jedoch  nur  Beratungen  gefördert  werden,  die  von  selbstständigen  Beraterinnen,  Beratern  oder Beratungsunternehmen  (im  folgenden  Beraterin  oder  Berater  genannt)  durchgeführt  werden,  deren  überwiegender Geschäftszweck auf entgeltliche Unternehmensberatung (mehr als 50% des Gesamtumsatzes) gerichtet ist. Die  Beraterin  oder  der  Berater  muss  die  für  den  Beratungsauftrag  erforderlichen  Fähigkeiten  und  die  notwendige Zuverlässigkeit besitzen. Eine ordnungsgemäße Geschäftsführung insbesondere eine richtlinienkonforme  Durchführung der Beratung  muss  gewährleistet  sein. 

Unternehmerinnen und Unternehmer finden Tipps zur Beraterwahl auf den Internetseiten des BAFA (Publikation: Hinweise für KMU zur Beratersuche).

Zur Beratersuche kann die Beraterbörse der KfW unter nachfolgendem Link genutzt werden. Die Unternehmerinnen und Unternehmer müssen sich jedoch selbst vor Antragstellung durch Nachfrage beim Berater oder der Beraterin vergewissern, dass dieser oder diese für das Förderprogramm beim BAFA registriert ist.

Beraterinnen und Berater finden Informationen zur Registrierung auf den Internetseiten des BAFA.

Regionalpartner IHK Nürnberg

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist Regionalpartner für das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows".

Für weitere allgemeine Informationen zum Programm oder zur Vereinbarung eines Informationsgesprächs im Sinne der "Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows" können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Bitte beachten: Änderungen bei der Abrechnung ab 2. April 2019

Die Bundesregierung hat die Richtlinie zum Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ geändert. Die Änderungen sind mit Veröffentlichung am 2. April 2019 im Bundesanzeiger wirksam. Antragsteller müssen nunmehr vor Zuschussauszahlung die gesamten in Rechnung gestellten Beratungskosten (einschließlich MwSt.) zahlen und dies im Rahmen des Verwendungsnachweises belegen.


Demnach entfällt die Möglichkeit, dass antragstellende Unternehmer zunächst nur den Eigenanteil zahlen und den Restbetrag erst bei Auszahlung der Fördersumme. Der ESF hatte diese Praxis kritisiert, worauf das BMWi nun reagiert. Bereits vor der Änderung gestellte Anträge sind von dieser Regelung nicht betroffen. Die entsprechenden Antragsteller müssen allerdings die volle Zahlung der Beratungskosten nach Zuschussauszahlung nachweisen.

Wer fördert?

Das Beratungsprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows" wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales Europäischer Sozialfonds für Deutschland (ESF) Europäische Union
 
 
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