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Verkehr | Logistik

Lang-Lkw ab 2017

Lang-Lkw ab 2017

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Dipl.-Geograph Ulrich Schaller

Dipl.-Geograph Ulrich Schaller

Fachreferent für Verkehrsinfrastruktur, nachhaltige Logistik und intelligente Mobilität Tel: +49 911 1335 415

Die arbeitsteilige und global vernetze Wirtschaft ist auf einen reibungslosen Güterverkehr angewiesen. Insgesamt zeigt die Güterverkehrsentwicklung eine ungebrochen hohe Dynamik, die auch mittel- bis langfristig anhalten wird. Deshalb sind erhebliche Effizienzsteigerungen bei allen Verkehrsträgern dringend erforderlich. Es gilt Engpässe der Infrastruktur rasch zu beseitigen, Logistikprozesse zu optimieren, Infrastrukturen durch Ausbau moderner Verkehrsmanagementsysteme intelligenter zu nutzen und die Vernetzung der Verkehrsträger zu verbessern. Eine besondere Bedeutung kommt bei den Transporten dem Lkw zu, denn rund zwei Drittel des deutschen Exportaufkommens werden per Nutzfahrzeug geschickt.

Auch innovative Nutzfahrzeuge wie der Lang-Lkw können – in ihrem Einsatzfeld zwischen logistischen Knoten – einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung im Straßengüterverkehr und in Transportketten leisten. Denn sie ermöglichen weniger Fahrten, weniger Kraftstoffverbrauch und weniger Emissionen. Durch die Bündelung von Fahrten und einen leichteren Umstieg von Behältern zwischen den Verkehrsträgern kann ein zusätzlicher Beitrag zur Entlastung der Autobahnen und zum Klimaschutz geleistet werden.

Im Rahmen eines Feldversuchs des Bundesverkehrsministeriums wurden ökologische und ökonomische Effizienzpotenziale einer moderaten Erhöhung von Lkw-Maßen geprüft.

Der fünf Jahre dauernde Test mit insgesamt 159 Fahrzeugen und ein umfangreiches Gutachten haben deutlich gemacht, dass es durch den Einsatz von Lang-Lkw nicht zu einer Verlagerung von der Schiene auf die Straße kommt. Zudem wurden die Bedenken der Gegner entkräftet, dass es durch Lang-Lkw zu einem Schaden für die Infrastruktur kommt, denn die Lang-LKW dürfen nicht schwerer sein, als die bisherigen Fahrzeuge.

Seit 1. Januar 2017 fahren Lang-Lkws im streckenbezogenen Regelbetrieb auf Basis des sog. Positivnetzes durch Deutschland. Sie dürfen aber nur auf einem 11.600 Kilometer langen, festgelegten Straßennetz fahren und mit 40 Tonnen nicht mehr zuladen als herkömmliche Lkws.

Bleibt zu hoffen, dass bald auch eine Anfahrt in das Nürnberger Hafengebiet möglich wird. Die IHK hatte sich in den vergangenen Jahren intensiv für eine Erreichbarkeit des Güterverkehrszentrums auch für Lang-Lkws eingesetzt. Diese Forderung wurde bisher von der Stadt Nürnberg insbesondere aus Sicherheitsgründen abgelehnt.

 
 
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