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IHK-Ehrenamt – mit Gewinn engagieren

 

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Unternehmerpersönlichkeiten haben ganz unterschiedliche Motivationen, sich ehrenamtlich in der IHK zu engagieren. Gesundes Eigeninteresse darf dabei auch eine Rolle spielen.

Von Rudolf Kahlen

Foto Markus MieleMarkus Miele kennt aus unzähligen Gesprächen die entscheidenden Motive von Unternehmenspersönlichkeiten, ein Ehrenamt zu übernehmen. „Die einen möchten sich fachlich einbringen, anderen geht es eher um die Standortpolitik oder schlicht um die Kontakte mit anderen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter der Miele Gruppe aus Gütersloh und ergänzt aus eigener Erfahrung: „Wer politisch etwas bewegen möchte, braucht manchmal aber auch einen langen Atem.“ Die Möglichkeit, sich auch außerhalb der eignen Firma aktiv einbringen zu können, schätzt der promovierte Wirtschaftsingenieur bei seiner unentgeltlichen Arbeit in seiner örtlichen Industrie- und Handelskammer. Er ist damit bundesweit eine von insgesamt rund 226.000 Persönlichkeiten, die sich derzeit in einer IHK engagieren – in Gremien wie dem Präsidium, der Vollversammlung und den Fachausschüssen oder als Prüfer.

 

Foto Dagmar WöhrlAuch Dagmar Wöhrl macht sich stark für die gute Sache. Die geschäftsführende Gesellschafterin der DGWoehrl Consulting GmbH aus Berlin und Jurorin der VOX-TV-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ sagt: „Als Unternehmerin erfährt man natürlich selbst tagtäglich, wo es Verbesserungsbedarf gibt – sei es in der Infrastruktur der Stadt oder bei der Vermeidung von unnötigem bürokratischem Aufwand.“ Wenn einem wirklich etwas an nachhaltiger Veränderung liege, sei es ihrer Meinung nach wichtig, sich dafür auch aktiv einzusetzen. „Die Erfolgsaussichten eines solchen Engagements sind natürlich viel höher, je mehr Mitstreiter sich für eine Sache finden.“ Und deshalb spreche viel für eine Mitarbeit in der IHK. Das sei für sie „ein logischer Schritt“.

 

Foto Frank A. DasslerZu den Gleichgesinnten zählt auch Frank A. Dassler. Er vertritt die Adidas AG aus Herzogenaurach ehrenamtlich in mehreren Institutionen. Aus seiner Sicht hat diese Arbeit nichts mit Altruismus zu tun: „Zwar soll der Einsatz der Allgemeinheit dienen, hat aber auch einen Mehrwert für das Unternehmen, dem man angehört.“ Der Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei und einstige Chefjurist der weltweit bekannten Sportmarke hat damit bisher gute Erfahrungen gemacht: „Als ich unlängst erst zusammen mit anderen Mitgliedern des DIHK-International Board in Berlin die Staatssekretärin Claudia Dörr-Voss vom Bundeswirtschaftsministerium traf, sprachen wir über Aktuelles – von Brexit bis Italien – und konnten unsere Sorgen und Nöte anbringen.“ Dieses Gremium für internationale Belange sei ein interessanter Zusammenschluss, mit dessen Hilfe Praktiker den Politikern auch durchaus mal, so Dassler, die Augen öffnen könnten.

Dasslers Top-Thema bei der IHK-Arbeit ist „der Ehrbare Kaufmann“. Das klinge für den ersten Moment vielleicht etwas altmodisch, räumt der Jurist ein. Doch da stecke eine Menge dahinter: „Wer sich nur einmal die Urkunde dazu etwas genauer anschaut, die Geschäftsführer als IHK-Mitglieder für ihr Unternehmen unterzeichnen sollen, der bekommt schnell einen Eindruck davon, was es bedeutet, sich zu gesellschaftlich verantwortungsvoller Betriebsführung zu bekennen – ohne Wenn und Aber.“ Das Interesse an dem Thema spürten die Mitstreiter der IHK auch an den Managementkursen, die sie unter dem Begriff „Corporate Social Responsibility“, kurz „CSR“ anbieten. „Die sind immer gut besucht“, sagt Dassler. Solche Resonanz auf ehrenamtliche Arbeit fühlt sich gut an.

Frank A. Dassler ist am 20. Juni 2020 verstorben, seine Aussagen gelten fort.

 
 
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