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Katharina Söll

Katharina Söll

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So lautete der Wahlspruch von Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852), besser bekannt als „Turnvater Jahn“. Schon 1811 richtete er auf der Hasenheide in Berlin einen Turnplatz mit Geräten wie Barren und Pferd ein.

Die Turnerbewegung hatte einen hochpolitischen Hintergrund: Jahn wandte sich gegen die napoleonische Vorherrschaft in Preußen, er sah im Sport eine Vorbereitung für die vaterländische militärische Ausbildung.

Weitsprung mit Hemd und Krawatte, 1940.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts förderten auch sportbegeisterte Unternehmer und Fabrikdirektoren in ihren Betrieben erste Sport- und Turnvereine. Sie sollten den Gesundheitszustand der Mitarbeiter verbessern und die Leistungsbereitschaft anregen. Gleichzeitig entstanden organisatorisch eigenständige Arbeitersportbewegungen in Deutschland, wie z.B. in München die Sektion des Arbeiter-Radfahrerbunds "Solidarität".

Links: Die Freizeitkicker des Münchner Privatbankhauses H. Aufhäuser, 1927. Rechts: Werksfußballmannschft der Eisengießerei F. S. Kustermann, München, um 1930.

Fußball war damals noch kein Massenphänomen. Erst 1896 gründeten Schüler und Studenten den ersten "Verein für Rasensportarten" und nannten ihn auf gut lateinisch "Terra Pila" (terra = Erde, pila = Ball). Zunächst war die Theresienwiese unterhalb der Bavaria das Spielfeld der Freizeitkicker. Nach und nach öffneten die Münchner Turnvereine ihre Spiel- und Trainingsmöglichkeiten.

Beim "Turnverein von 1860" bildete sich eine eigene Fußballriege, die heute unter dem Namen "Die Löwen" bekannt ist. Und 1900 rief eine Handvoll begeisterter "Anhänger des Lederballes" den FC Bayern ins Leben. Erst in den Zwanziger Jahren trat München aus dem Schatten der damaligen Fußballhochburg Nürnberg-Fürth heraus. In das neu errichtete "Sechzger"-Stadion an der Grünwalder Straße, das bis 1937 nach dem damaligen Vereinspräsidenten Heinrich-Zisch-Stadion hieß, strömten 1926 rund 35.000 Zuschauer zum Länderspiel gegen die Schweiz. 

Fotos: Bayerisches Wirtschaftsarchiv BWA

 
 
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