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Umweltmanagement

IHK Nürnberg ist klimaneutral

Emissionsbilanz vorgelegt

Datum: 22.12.2020
 

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Dr.-Ing. Robert Schmidt

Dr.-Ing. Robert Schmidt

Leiter des Geschäftsbereichs Innovation | Umwelt; Grundsatzfragen Innovations-, Technologie-, Energie- und Umweltpolitik; Umweltschutz; Energie- und Biotechnik Tel: +49 911 1335 1299

Nürnberg - Die IHK Nürnberg für Mittelfranken hat ihren Ausstoß an Treibhausgasen analysiert und erstmals eine Emissionsbilanz nach internationalem Standard vorgelegt. Die im Jahr 2019 erfassten Emissionen werden kompensiert, indem ein Klimaschutzprojekt in Tansania unterstützt wird, sodass der IHK die Klimaneutralität bescheinigt wird.

In die Bilanz flossen die Treibhausgas-Emissionen ein, die im Jahr 2019 durch den täglichen Betrieb verursacht wurden. Die CO2-Bilanz 2019 umfasst die beiden Nürnberger IHK-Standorte (früheres Interimsquartier in der Ulmenstraße sowie IHK-Akademie in der Walter-Braun-Straße). Ermittelt wurde dieser „CO2-Fußabdruck“ gemäß den Vorgaben des internationalen Green-House-Gas-Protokolls (GHG-Protokoll). Die Emissionsbilanz für 2020 wird dann erstmals für das neue „Haus der Wirtschaft“ am Hauptmarkt erstellt, das Anfang dieses Jahres bezogen wurde und bei dessen Planung sich die IHK am Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) orientierte.

Die IHK Nürnberg folgt auf ihrem Weg zur Klimaneutralität der Prioritäten-Skala Vermeidung – Reduktion – Kompensation von Treibhausgas-Emissionen. Nach Vermeidung und Reduktion verblieben im Jahr 2019 Emissionen in Höhe von etwa 945 Tonnen CO2-Äquivalente (CO2eq), wobei neben CO2 sieben weitere Treibhausgase (u. a. Methan und Lachgas) in die Ermittlung der CO2-Äquivalente einflossen. Diese verbleibenden Emissionen kompensiert die IHK gemäß den Vorgaben des GHG-Protokolls, indem sie Projekte unterstützt, die von der „Gold-Standard-Foundation“ zertifiziert sind (www.goldstandard.org).

Die IHK hat sich für ein nach Gold-Standard zertifiziertes Projekt in Tansania entschieden, das dazu beiträgt, die Abholzung vor Ort einzudämmen und den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verbessern. Das Projekt zahlt damit gleichermaßen auf drei Nachhaltigkeitsziele („Sustainable Development Goals“) der Vereinten Nationen ein: Gesundheit und Wohlergehen, nachhaltiger Konsum und Produktion sowie Maßnahmen zum Klimaschutz.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken arbeitet seit vielen Jahren daran, den betrieblichen Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern. Dies wurde 2018 mit der Validierung ihres Umweltmanagementsystems nach dem anerkannten EMAS-Standard (Eco-Management and Audit Scheme) durch einen zugelassenen Umweltgutachter offiziell bestätigt. Mit dieser anspruchsvollen Zertifizierung hat sich die IHK hohe Ziele gesteckt und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess ihrer Umweltleistung angestoßen. „Die nun vorgelegte Treibhausgas-Bilanz und das Erreichen der Klimaneutralität sehen wir als Meilensteine unser Nachhaltigkeitsaktivitäten“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch. Mit dieser Bilanz habe man nun klare Aussagen zum „CO2-Fußabdruck“ der IHK und könne auf dieser Basis gezielt an dessen Verringerung arbeiten.

Mit ihrem betrieblichen Umweltmanagement hat die IHK verschiedene Umweltaspekte im Blick: Neben offensichtlichen Faktoren wie dem Wasser-, Material- und Energieverbrauch fallen direkt und indirekt verursachte Emissionen von Treibhausgasen an. 2019 hatte sich die IHK deshalb erstmals der Aufgabe gestellt, diese anhand des GHG-Protokolls entsprechend ihrer Entstehung zu ermitteln und somit die Grundlage für eine betriebliche Klimaschutzstrategie zu schaffen. Ein wesentliches Ergebnis der CO2-Bilanz für das IHK-Interimsquartier in der Ulmenstraße und die IHK-Akademie: Die größten Anteile an den Treibhausgasemissionen entfallen auf die Arbeitswege der Mitarbeiter sowie auf Verbrauchsmaterialien im Büro, auf Druckerzeugnisse und auf die Nutzung von Strom und Gas. Deshalb hat die IHK im Jahr 2020 auf den Bezug von Grünstrom umgestellt, wodurch sich die Emissionsbilanz deutlich verbessert hat.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist zudem der „Allianz für Entwicklung und Klima“ beigetreten, die auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gegründet wurde. Die Allianz will das Instrument der freiwilligen Kompensation von Treibhausgasen mit den Themen Entwicklungszusammenarbeit und internationalen Klimaschutz verbinden und damit zusätzliche Mittel für die Finanzierung wichtiger Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern mobilisieren.

Download des Emissionsberichts unter www.ihk-nuernberg.de/emissionsbilanz-ihk

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