transform_EMN

Veröffentlicht am 22. September 2022

Automobilzulieferer: Den Wandel aktiv gestalten

Die Automobilindustrie befindet sich durch den Trend zur Elektromobilität in einem tiefgreifenden Wandel. Mit dem Großprojekt „transform_EMN“ will die Metropolregion Nürnberg diese Transformation aktiv gestalten und dabei vor allem die kleinen und mittleren Zulieferbetriebe einbinden. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt mit 6,6 Mio. Euro und unterstützt damit Unternehmen u. a. bei der Entwicklung neuer Geschäftsideen und beim Technologietransfer.

Verantwortet wird das Projekt von der Geschäftsstelle der Metropolregion Nürnberg zusammen mit der IHK Nürnberg für Mittelfranken, dem Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (Faps) der Universität Erlangen- Nürnberg, dem Erlanger Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB und dem gewerkschaftsnahen IMU-Institut. Die fachliche Leitung liegt bei der Wirtschaftsförderung Nürnberg.

Nach Worten von Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst, dem Wirtschaftsvorsitzenden der Metropolregion, ist die Automobilwirtschaft eine Schlüsselbranche: Neben einigen Großunternehmen seien rund 500 kleine und mittlere Zulieferbetriebe in der Metropolregion ansässig. Mit dem Projekt solle der Wandel so gestaltet werden, dass Wohlstand und Beschäftigung gesichert werden.

Das Projekt legt Schwerpunkte auf diese drei Themen: Fahrzeugelektrifizierung, transformationsgerechte Produktion sowie Diversifikation der Zulieferer. Im Zuge von „transform_EMN“ sind u. a. folgende Aktivitäten geplant: Vernetzung und Erfahrungsaustausch der beteiligten Unternehmen, Angebote im Wissens- und Technologietransfer, Qualifizierung und Bestimmung des eigenen Transformations-Reifegrads. Im Zuge des Projekts, das bis Mitte 2025 läuft, soll es auch jährliche Konferenzen sowie eine Informationskampagne mit Ausstellungen und interaktiven Formaten geben.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken wird im Verbundprojekt eine regionale Transformationsstrategie entwickeln und sich um die breite Einbindung von kleinen und mittleren Unternehmen kümmern. Außerdem wird sie zusammen mit den Partnern (u. a. den anderen IHKs in der Metropolregion) ein „Zielbild“ und einen regionalen Maßnahmenplan entwickeln. „Wir müssen unsere Unternehmen und unseren Standort fit machen für die digitale und nachhaltige Transformation im Bereich der Automobilindustrie“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch.

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken 09|2022, S. 30

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