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Umsatzsteuersenkung im 2. Halbjahr 2020

Umsatzsteuersenkung im 2. Halbjahr 2020

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Ass. jur. Katja Berger

Ass. jur. Katja Berger

Bürgerliches Recht, Steuerrecht, Gewerberecht, Gewerblicher Rechtsschutz Tel: +49 911 1335 1390

Im Zuge des Corona-Konjukturpakets haben sich Union und SPD auf eine Senkung der Umsatzsteuer verständigt: der Regelsteuersatz von 19% sinkt auf 16%, der ermäßigte Umsatzseuersatz von 7% sinkt auf 5%. Dies gilt vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020.

Zwar steht die genaue Ausgestaltung der Reform noch nicht fest, nach den üblichen Regelungen im Umsatzsteuerrecht verhält es sich jedoch folgendermaßen:

Auf den Leistungszeitpunkt kommt es an!

Es kommt darauf an, wann die Leistung erbracht wird. Der Zeitpunkt des Vertragsschlusses, der Zeitpunkt der Rechnungsstellung oder der Zahlung ist also im Regelfall nicht entscheidend. Zu unterscheiden sind die (Waren-)Lieferungen, die Werklieferungen und die sonstigen Leistungen.

Bei physischen Warenlieferungen entsteht die Umsatzsteuerpflicht zum Zeitpunkt der Verschaffung der Verfügungsmacht. Erfolgt also die Übergabe der Ware im Zeitraum 01. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz.

Bei Werklieferungen, wenn man sich beispielsweise in einer Autowerkstatt einen neuen Motor einbauen lässt, kommt es auf die Übergabe und Abnahme des vereinbarten Werks an.

Der entscheidende Zeitpunkt bei sonstigen Leistungen, zum Beispiel Beratungsleistungen, Montageleistungen etc. ist die Vollendung des Werks samt Abnahme.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite der IHK München.

Zu Detailfragen gibt das BMF-Schreiben vom 30.06.2020 (PDF, 139 KB) Auskunft.

 
 
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