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Keller & Kalmbach

Zentrales Hochregallager in Hilpoltstein

38 Meter ragt das neue Zentrallager der Keller & Kalmbach GmbH an der Autobahn-Ausfahrt Hilpoltstein in die Höhe. Seit Mitte des Jahres ist das markante Gebäude schon in Betrieb, vor Kurzem wurde es nun in Anwesenheit von Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und von 400 Gästen aus Politik und Wirtschaft offiziell eröffnet.

Hinter dem Blickfang, der den täglich Tausenden Autofahrern auf der A 9 ins Auge fällt, verbirgt sich ausgeklügelte Technik: Denn das Unternehmen hat in dem neuen Lagerkomplex die komplette Warenlogistik zusammengefasst, die bislang auf ein Großlager am Unternehmenssitz in Unterschleißheim sowie auf mehrere kleinere regionale Lager verteilt war. Über das neue Logistikzentrum beliefert der Großhändler rund 20 000 Kunden insbesondere mit Schrauben und anderen Kleinteilen.

Nach Worten von Dr. Florian Seidl, dem Geschäftsführenden Gesellschafter des 1878 gegründeten Familienunternehmens, konnte sich Hilpoltstein aus mehreren Gründen gegen andere Standorte durchsetzen: Zum einen sei das Gewerbegebiet an der Autobahn sehr verkehrsgünstig und zentral gelegen und deshalb auch vom Stammsitz in Unterschleißheim aus schnell zu erreichen. Zum anderen hätten sich die Stadt Hilpoltstein und die Unternehmerfabrik Landkreis Roth sehr intensiv für die Ansiedlung eingesetzt. Und nicht zuletzt sei das Grundstück, das auch noch Erweiterungen zulasse, im Vergleich zu südbayerischen Standorten sehr günstig gewesen.

Mit dem Bau des Komplexes, in den Keller & Kalmbach 21 Mio. Euro investierte und der von der Jungheinrich AG als Generalunternehmen errichtet wurde, war im Februar 2008 begonnen worden. Innerhalb eines Jahres entstanden auf einer Fläche von 10 000 Quadratmetern das durch die Bauhöhe hervorstechende Hochregallager, ein automatisches Kleinteilelager sowie Wareneingang und -ausgang, Kommissionierung und Qualitätssicherung. Bei der Beheizung ist das Lager von fossilen Brennstoffen unabhängig: Im Sommer wird Wasser in einem großen Tank durch Sonnenkollektoren aufgeheizt, diese Wärme wird im Winter genutzt.

Auf das neue Areal ist auch die Verkaufsniederlassung Nürnberg mit ihren 15 Mitarbeitern gezogen, die bislang im Südwestpark angesiedelt war. Insgesamt sind nun 50 Mitarbeiter an dem neuen Standort tätig. Durch die Zentralisierung der Warenlogistik in Hilpoltstein könne man die Kosten spürbar senken und den Service für die Kunden verbessern, erklärte Dr. Ingomar Schubert, Leiter Supply Chain Management bei Keller & Kalmbach. „Unser Anspruch sind rasche Auftragsdurchlaufzeiten. Bestellen unsere Kunden bis 15 Uhr, so erhalten sie ihre Ware noch am nächsten Tag.“ Die Abläufe in dem neuen Lager sind in hohem Maße automatisiert, sodass sehr schnelle Durchlaufzeiten erreicht werden.

Keller & Kalmbach wurde 1878 als Großhandel für Schmiede gegründet und zählt sich heute zu den führenden Großhandelsunternehmen für Verbindungselemente, Befestigungstechnik, Sonder- und Zeichnungsteile, Hand- und Elektrowerkzeuge, chemisch-technische Produkte, Hebezeuge, Betriebseinrichtungen sowie Arbeitsschutz. An 22 Standorten im In- und Ausland sind 500 Mitarbeiter beschäftigt, die im Geschäftsjahr 2008 rund 200 Mio. Euro umsetzten.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 12|2009, Seite 53

 
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