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Schlagzeugbecken in alle Welt

Die Roland Meinl Musikinstrumente GmbH & Co.KG mit Hauptsitz in Neustadt an der Aisch ist 1951 von Roland Meinl gegründet worden. Heute beschäftigt der Hersteller und Großhändler von Musikinstrumenten in Deutschland 95 Mitarbeiter, stellt jedes Jahr zwei Auszubildende ein, die er dann auch übernimmt, und macht einen Umsatz von über 20 Mio. Euro.

In Neustadt an der Aisch werden über 10 000 Artikel, angefangen bei Schlagzeug, Cymbals und Percussions über akustische und elektronische Gitrarren bis hin zu elektronischen Verstärkern und Zubehör wie Trommelstöcke und Musikständer, aus Japan, Korea, USA, England und Spanien importiert und an über 1 000 Musikfachhändler in Deutschland, Österreich und Luxemburg geliefert. Im neuen Produktions- und Bürogebäude in Gutenstetten befindet sich die Zentrale für sämtliche
Aktivitäten in Bezug auf Entwicklung, Produktdesign, Herstellung, Marketing, Musiker-Betreuung und Exportabwicklung sowie Projektkoordination auch für andere Standorte. Von hier aus werden Meinl-Produkte an rund 130 Vertriebe in fast 70 Ländern weltweit exportiert (über den Export erzielt Meinl 15 bis 20 Prozent seines Umsatzes).

13 Mitarbeiter produzieren in Gutenstetten an teilweise selbst entwickelten Maschinen täglich 590 Cymbals, wobei sämtliche Produktionsschritte automatisiert sind. Computergesteuerte Anlagen ermöglichen eine exakte klangliche Reproduktion von Cymbal zu Cymbal. Trotz dieses hohen Niveaus arbeitet Meinl ständig an der Entwicklung und Optimierung von Maschinen, auch mit dem Ziel, den Produktionsstandort Deutschland zu sichern. Außerdem hat Meinl seit zwei Jahren eine eigene Fertigungsstätte in der Türkei, wo traditionelle türkische Herstellungsverfahren mit moderner High-Tech-Erfahrung kombiniert werden. Das heißt, die Cymbals werden von Hand in Form gehämmert, abgedreht und kommen dann für den letzten Schliff zur Produktionsstätte in Gutenstetten, bevor sie in alle Welt exportiert werden.

Bei der Entwicklung neuer Instrumente arbeitet Meinl eng mit professionellen Musikern zusammen, damit den Wünschen der Kunden entsprochen wird. Dieses Konzept wurde belohnt: In diesem Jahr erhielt das Unternehmen für seine Generation X Cymbals den MIPA 2003 (Music International Press Award), der von 55 Fachmagazinen aus aller Welt für das beste und innovativste Produkt einer Kategorie vergeben wird.

Bei der Herstellung von Percussion-Instrumenten arbeitet das Unternehmen seit langem international. Seine erste eigene Percussionfabrik gründete Meinl 1978 in Bangkok/Thailand und 1996 wurde das dortige über ein Joint Venture mit einer zweiten Percussionfabrik verstärkt. Heute produziert Meinl in Thailand Instrumente aus Fiberglas (u.a. Guiros und Shekeres) und Holz (Congas und Bongos), wobei die verwendeten Hölzer aus nachweislich umweltgerechter Durchforstung bzw. holzwirtschaftlichem Plantagenanbau kommen müssen.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 10|2003, Seite 53

 
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