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Schwan-Stabilo: Befriedigendes Ergebnis in schwierigem Umfeld

Der Schwanhäußer Industrie Konzern, Heroldsberg, konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002/2003 trotz der weltweiten Konjukturflaute einer Pressemitteilung zufolge relativ gut behaupten. Zum Bilanzstichtag (30. Juni) war ein Umsatz von rund 273 Mio. Euro erzielt worden, der damit knapp drei Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Währungsbereinigt konnte der Umsatz auf Vorjahresniveau gehalten werden. Mit einem Konzern-Jahresüberschuss nach Steuern von ca. acht Mio. Euro (Vorjahr: zehn Mio. Euro) wurde ein befriedigendes Ergebnis erreicht. Weltweit waren 2 900 Mitarbeiter beschäftigt, 1 900 arbeiteten an den beiden deutschen Standorten Heroldsberg und Weißenburg. Die Aufwendungen der Gruppe Schwan-Stabilo für Forschung und Entwicklung wurden mit über 9,5 Mio. Euro weiter ausgebaut.

Besonders betroffen von den negativen ökonomischen und politischen Bedingungen war der Teilkonzern Kosmetik. Bei einem Umsatzanteil von über fünfzig Prozent im US-Dollar-Raum fiel die starke Aufwertung des Euros deutlich ins Gewicht. Trotz positiver Entwicklung bei den Auslandstöchtern konnte das Geschäft des Vorjahres nicht gehalten werden. Der Umsatz sank um rund sechs Prozent auf 163 Mio. Euro.

In einem rückläufigen Branchenumfeld und einem weltweit hart umkämpften Stiftemarkt verzeichnete dagegen der Teilkonzern Stabilo ein Umsatz-Plus. Maßgeblich dazu beigetragen hatten die erfolgreiche Einführung von Neuprodukten, ein starkes Schulgeschäft für Stabilo in ganz Europa sowie eine durchgängig gute Lieferfähigkeit. Der Umsatz stieg um knapp zwei Prozent auf 110 Mio. Euro.

Moderates Wachstum geplant
Trotz positiver Signale in einzelnen Regionen und Branchen erwartet Schwan-Stabilo für 2004 keine grundsätzliche Trendwende. Konsequente organisatorische und strukturelle Veränderungen in beiden Geschäftsfeldern gelten als zukunftssichernde Maßnahmen, wie Konzerngeschäftsführer Ulrich Griebel feststellt. „Das für das Geschäftsjahr 2003/04 geplante moderate Umsatzwachstum bedarf sicher großer Anstrengungen und stellt eine große Herausforderung für alle dar. Aber wir sind davon überzeugt, dass Schwan-Stabilo beste Chancen hat, die gegenwärtige, herausfordernde Situation nicht nur zu meistern, sondern gestärkt aus ihr hervorzugehen“, so Griebel.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 02|2004, Seite 40

 
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