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Vauen: Erfolgreich mit Kultpfeifen

Die Vauen GmbH, traditionsreicher Hersteller von Tabakpfeifen, Filtern und Accessoires mit Sitz in Nürnberg stellte zum Finale der Film-Trilogie „Der Herr der Ringe“ nach den Büchern von J. R. R. Tolkien die dritte offizielle „Der Herr der Ringe“-Pfeife vor. Diesmal ist es die Pfeife des guten Zauberers Gandalf, mit der Vauen die Fans und Sammler auf der ganzen Welt begeistern will. Die Vorzeichen seien viel versprechend, wie Alexander Eckert, Geschäftsführender Gesellschafter von Vauen, erläuterte. Schon die ersten beiden Der Herr der Ringe-Pfeifenmodelle „Bilbo“ und „Aragorn“ erwiesen sich als sehr erfolgreich im Markt. Während die weitgehend mittelständisch geprägte Pfeifenbranche Umsatzeinbußen beklage, konnte sich das Familienunternehmen nicht zuletzt auf Grund der Fantasy-Pfeifen erfolgreich behaupten und sogar um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen.

Impulse für den Handel
„Die große Aufmerksamkeit, die unsere Pfeifen durch die Vermarktung der Filme erhalten, fördert die Wiederentdeckung der Pfeife allgemein,“ ist sich Eckert sicher. Dies schaffe wertvolle Impulse für Hersteller und Tabakfachhandel, um neue Käuferschichten zu gewinnen. Vauen unterstreiche sein Engagement in Sachen „Der Herr der Ringe“ mit eigenen Werbespots, die bundesweit in den 19 publikumsstärksten Multiplex-Kinos unmittelbar vor den „Der Herr der Ringe“-Vorstellungen zu sehen sind. Die Werbefilme haben eine Länge von rund 30 Sekunden und zeigen Original-Filmausschnitte kombiniert mit Produkteinblendungen.

Mit der Gandalf-Pfeife zum dritten Teil des Filmepos sieht Eckert das Marktpotenzial seiner Fantasy-Pfeifen jedoch noch nicht ausgeschöpft. „Selbst wenn sich der große Ansturm in den Kinos gelegt hat, bleibt das Thema aktuell“, denn auch bei der Zweitverwertung auf DVD und Video sei Vauen immer ganz nah an der Zielgruppe. Allen im deutschsprachigen Raum verkauften DVDs und Videos liegen Broschüren bei, die auf die Produkte des Unternehmens hinweisen. „In millionenfacher Auflage“, wie Eckert betont. Vauen rechnet bis Ende 2004 mit zufrieden stellenden Absatzzahlen der gesamten „Der Herr der Ringe“-Kollektion und sieht sich in seiner Investition in die kostenintensiven Lizenzen bestätigt. Bis Dezember 2003 konnten knapp 8 000 Exemplare von „Bilbo“ und „Aragorn“ ausgeliefert werden. Auf Grund der großen Präsenz im Film rechnet Vauen für das Modell „Gandalf“ mit einem Verkaufserfolg, „der dem bisherigen in nichts nachsteht.“

Rund 55 000 Pfeifen in über 250 verschiedenen Modellvarianten verlassen jährlich das Unternehmen. Neben Pfeifen, Tabaken und Accessoires wie beispielsweise Pfeifenstopfer und Pfeifenreiniger produziert und vertreibt Vauen einen Aktivkohlefilter, dessen Wirkprinzip bereits im Jahre 1934 entwickelt und seitdem ständig verbessert wurde. In Deutschland verwenden heute über 95 Prozent aller Pfeifenraucher einen derartigen Aktivkohlefilter. Pro Jahr verkauft das fränkische Unternehmen etwa 150 Mio. Filter in nahezu alle Länder der Erde.

Vauen beschäftigt insgesamt 45 Mitarbeiter. Davon sind 25 in der Pfeifenfertigung, 20 Mitarbeiter in der Filterproduktion und der Verwaltung tätig. Der Vertrieb Inland erfolgt durch sieben Handelsvertreter, die ausländischen Märkte werden über Repräsentanzen bedient. Den Exportanteil beziffert Alexander Eckert auf rund 18,5 Prozent vom Gesamtumsatz, der im Jahr 2002 bei 6,7 Mio. Euro lag.

gru.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 02|2004, Seite 49

 
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