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Für faires Steuersystem und Abbau der Bürokratie

Für die Belange kleiner und mittlerer Unternehmen setzt sich der Mittelstandsausschuss des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin ein. Viele gesetzliche Vorgaben machen es dem Mittelstand schwer, schnell auf die Aktivitäten des Marktes zu reagieren.

"Im Vergleich zu großen Unternehmen geraten wir Mittelständler dadurch immer mehr ins Hintertreffen", so Walter Greul, Geschäftsführer des IT- und Software-Unternehmens Astrum IT aus Erlangen und Vertreter im Mittelstandsausschuss. "Die Politik muss dem Mittelstand mehr Gehör schenken, dafür machen wir uns stark", so begründet Greul, dass er sich zusammen mit Unternehmerkollegen aus ganz Deutschland in diesem Gremium engagiert.

Es gelte, aktiv und konkret für eine Kultur der Selbstständigkeit zu werben, Beispiele für mittelstandsfeindliche Regelungen aufzuzeigen und sich über die Aktivitäten des IHK-Netzwerkes Mittelstand auszutauschen. Der dreimal im Jahr tagende Ausschuss ist paritätisch mit je 30 bis 40 Unternehmern sowie mit Vertretern der IHK aus der ganzen Bundesrepublik besetzt.

Beispiele aus den letzten zwei Jahren zeigen die Vielfalt des Engagements der Ausschussmitglieder: Ein Katalog mit rund 70 Vorschlägen, wie die Unternehmenssteuerreform optimiert werden kann, wurde erarbeitet und an Politiker übermittelt. Thema aktueller Beratungen ist die Erbschaftssteuerreform. Hier sind sich alle Mitglieder des Ausschusses einig: Der Plan der Bundesregierung, dass ein vererbtes Unternehmen nur dann erbschaftssteuerfrei bleibt, wenn es mindestens 15 Jahre weiter besteht und die Gesamtlohnsumme 70 Prozent des Standes bei Übergabe nicht unterschreitet, ist von vielen Unternehmen nicht zu erfüllen. Als weiteres Thema für die nächsten Jahre nennt Greul den Bürokratieabbau.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 06|2008, Seite 51

 
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