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Gmöhling Transportgeräte

Systeme aus Leichtmetall

Soziale Verantwortung und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen – diese Eigenschaften prägen sowohl die Biografie von Walter Gmöhling, Jahrgang 1922, als auch die Geschichte der von ihm gegründeten Gmöhling Transportgeräte GmbH in Fürth, die im Sommer ihr 60-jähriges Bestehen feierte. Zu den Gratulanten gehörte der Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, der Walter Gmöhlings Eintreten für den Standort Fürth würdigte.

Die Gmöhling Transportgeräte GmbH fertigt in ihren Produktionshallen in Fürth-Stadeln Transportbehälter und -geräte aus Leichtmetall und beschäftigt heute rund 80 Mitarbeiter. In den Kästen, Kisten, Stapelbehältern und Wagen von Gmöhling werden zum Beispiel Wäsche und Medikamente in Krankenhäusern, Maschinenteile, Chemieprodukte, Lebensmittel und andere sensible Produkte befördert und gelagert. Über 50 Prozent dieser Systeme aus Leichtmetall, die in Standardgrößen und als Sonderkonstruktionen produziert werden, sind für den Export bestimmt. Die Absatzzahlen versprechen ein deutliches Wachstum, im laufenden Geschäftsjahr wird ein Umsatz von mehr als sieben Mio. Euro erwartet.

Seine erste zusammenlegbare Aluminiumkiste konstruierte Walter Gmöhling 1948 für die Berliner Luftbrücke. Nach deren Ende ging er auf die Suche nach neuen Abnehmern – er fand eine Bayreuther Baumwollspinnerei, die diverse Transportgeräte aus Aluminium brauchte. "Das war die Geburtsstunde von zahlreichen Produkten für die Textilindustrie in ganz Europa", erinnert sich Walter Gmöhling, "für zwei Jahrzehnte war der Bestand und die Entwicklung meiner Firma gesichert." Doch das Ende der 60-er Jahre beginnende Sterben der europäischen Textilindustrie zwang Gmöhling und seine Mitarbeiter zu einer Neuorientierung. Sie entwickelten die Vorläufer der heutigen Leichtmetall-Systeme.

Seit 2005 ist Martin Krämer Geschäftsführer der Gmöhling Transportgeräte GmbH. Als der Diplom-Betriebswirt seine Position übernahm, hat ihm der Firmengründer zwei Bedingungen gestellt: Fürth bleibt als Produktionsstandort erhalten und es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen. Diese Vorgaben versteht Gmöhling als Ausdruck seiner unternehmerischen Verantwortung: "Ich hatte immer das Glück, sehr gute und zuverlässige Mitarbeiter zu haben. Sie haben sich in guten und in schlechten Zeiten mit der Firma identifiziert. Das ist für mich auch eine Verpflichtung."

Aber das Unternehmen musste dem zunehmenden Wettbewerbsdruck etwas entgegensetzen. 2006 erarbeitete die Geschäftsführung mit externer Unterstützung im Rahmen des IHK-Projektes "Go international" eine neue Strategie: Stärkung bzw. Aufbau eines nationalen und internationalen Vertriebs sollen den Umsatz steigern.

Autor: 
aw.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 09|2008, Seite 62

 
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