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Sparkasse Fürth

Stabilität durch regionale Ausrichtung

Trotz der Turbulenzen an den Finanz- und Kapitalmärkten kann die Sparkasse Fürth für das Geschäftsjahr 2008 eine "befriedigende Bilanz" ziehen. Das Geschäftsmodell der Sparkassen habe sich bewährt. Es zeige sich, dass die realwirtschaftliche, regionale Ausrichtung der Sparkassen ein "Hort der Stabilität" sei, erklärte Vorstandsvorsitzender Hans Wölfel bei der Bilanzpressekonferenz.

Die viertgrößte der zehn mittelfränkischen Sparkassen konnte die außerordentlichen Belastungen, die aufgrund der Finanzmarktkrise entstanden sind, verkraften und das Geschäftsjahr 2008 mit Gewinn abschließen. Allerdings halbierte sich der Bilanzgewinn von 3,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2007 auf 1,7 Mio. Euro im Jahr 2008. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 2,74 Mrd. auf 2,82 Mrd. Euro, das Kundengeschäftsvolumen (Kredite und Einlagen bei der Sparkasse und den angeschlossenen Verbundunternehmen) wuchs insgesamt um 37 Mio. Euro auf knapp 5,1 Mrd. Euro. Die wegen des Defizits der BayernLB von der Sparkasse Fürth geforderten 7,5 Mio. Euro konnten aus dem laufenden Ertrag geleistet werden.

Die Sparkasse Fürth hat im vergangenen Jahr Kreditzusagen in Höhe von 131,3 Mio. Euro an Unternehmen und Selbstständige erteilt. Das ist ein Zuwachs von 3,3 Prozent. Im Bereich des Fördermittelgeschäfts im privaten und gewerblichen Bereich wurden 25,4 Mio. Euro ausgereicht (plus 34,5 Prozent). Wölfel wies darauf hin, dass sich die Kreditvergabepraxis bei der Sparkasse Fürth grundsätzlich nicht verändert hat. Zwar müssten die Sparkassen wie alle Kreditinstitute in einer wirtschaftlichen Rezessionsphase besonders aufmerksam sein. Aber da Sparkassen ihre Kunden aufgrund langjähriger Begleitung sehr genau kennen, seien sie in der Lage, den Kunden jederzeit maßgeschneiderte Finanzierungslösungen anzubieten. Die Sparkasse Fürth verfüge über hinreichend Liquidität, um die Finanzierung der regionalen Wirtschaft auch weiterhin sicherzustellen. "Von Kreditklemme kann nicht die Rede sein", so Hans Wölfel.

Bei den Kundeneinlagen konnte die Sparkasse im letzten Jahr einen Zuwachs von 4,9 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro verzeichnen und liegt damit über dem Durchschnitt der 75 bayerischen Sparkassen. Die Kunden der Sparkasse hatten Ende 2008 insgesamt 496 Mio. Euro in Wertpapieren angelegt. Der Anteil an Investmentfondsanlagen bei der Deka-Bank lag bei knapp 48 Prozent. Die starken Kursrückgänge führten dazu, dass sich trotz guter Absatzerfolge die Bestände im Vergleich zum Vorjahr reduzierten.

In den konstant 37 Geschäftsstellen der Sparkasse Fürth sind 842 Mitarbeiter tätig. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten beträgt rund 40 Prozent. Jährlich bietet das Kredit-institut mindestens 15 jungen Menschen eine berufliche Ausbildung. Zurzeit sind 47 Nachwuchskräfte beschäftigt, die bei Erfüllung von vorher vereinbarten Anforderungen auch übernommen werden.

Autor: 
gru.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 04|2009, Seite 65

 
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