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Erlebnis Nürnberg

Die Stadtteile gezielter betreuen

Die Kaufleute in der Nürnberger Innenstadt wollen sich mehr Gehör verschaffen: Der Marketing-Verein Erlebnis Nürnberg e.V. hat mit Unterstützung der Küspert & Küspert ImmobilienGruppe die Altstadt in zehn Bezirke unterteilt und ihnen jeweils einen ehrenamtlichen Bezirkssprecher vorangestellt.

„Wir nehmen unsere Aufgabe, die Innenstadt besser zu vermarkten ernst“, betont Vereinschef Jürgen Schlag. Denn es sei angesichts der 150 Mitglieder immer schwerer, aus dem Vorstand heraus alle Mitglieder intensiv zu betreuen. Nun könnten die neuen Bezirkssprecher, die allesamt erfahrene Händler sind, die „Ideen und Nöte in den Bezirken“ besser aufnehmen und weiterleiten. „Dadurch rücken wir dichter an die Mitglieder heran und können die Hidden Champions einzelner Bezirke besser vermarkten“, hofft Schlag.

Marketing-Ideen einzelner Bezirke können mit bis zu 5 000 Euro aus der Vereinskasse paritätisch mitfinanziert werden. Außerdem werden die Bezirkssprecher für die nördliche Altstadt in den städtischen Lenkungsausschuss eingeladen, um die Interessen der Händler und Gastronomen in der „Altstadt Nord“ direkt zu vertreten. Denkbar sei auch, so Schlag, dass man mit dem künftigen City-Manager Nord eine Bürogemeinschaft einrichte.

Vereinsmitglied Wolfgang Küspert sieht in Nürnberg einen Nachholbedarf beim City-Management. Man müsse sich angesichts des Vormarsches der Händler auf der grünen Wiese und des Siegeszuges des Online-Handels besser in Stellung bringen. Manche Ecken oder Plätze in der Altstadt benötigen nach Meinung Küsperts eine Reaktivierung. Mit den neuen Bezirken könne man lokale „Events und Märkte öffentlichkeitswirksamer durchführen oder andere Vermarktungsaktivitäten entwickeln“. Verbesserungswürdig sei auch die Kommunikation unter den Firmen, so Ralph Neumann von der Bingold Kunsthandlung, der sich als Sprecher für den Bezirk Kornmarkt engagiert. Um Öffnungszeiten oder einzelne Aktionen in guter Nachbarschaft zu koordinieren, will er nun einen Stammtisch einrichten. Durch solche Aktivitäten könne der Verein ein größeres Gewicht bekommen, denn bislang konzentrierten sich die Mitglieder hauptsächlich auf die Fußgängerzone und die daran angrenzenden Straßen.

Autor: 
tt.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 08|2010, Seite 52

 
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