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Grundig

Namenssponsor für das Stadion

Das Nürnberger Fußballstadion heißt jetzt „Grundig Stadion“. Nachdem sich die TeamBank AG als Namenssponsor („easyCredit Stadion“) zurückgezogen hatte, nahm die Stadion Nürnberg Betriebs-GmbH Verhandlungen mit mehreren Interessenten auf. In der letzten Runde mit vier Bewerbern erhielt schließlich die Nürnberger Grundig Intermedia GmbH den Zuschlag. Die Partnerschaft gelte ab sofort und sei auf zunächst vier Jahre angelegt, erklärte Alfred Diesner, der Geschäftsführer der Stadionbetriebsgesellschaft. „Wir hoffen auf eine erfolgreiche, lange Partnerschaft.“ Ausschlaggebend für die Entscheidung seien der regionale Bezug und das positive Image von Grundig in der Bevölkerung gewesen.

Der traditionsreiche Hersteller von Unterhaltungselektronik, der nun auch in das Geschäft mit Weißer Ware wie Küchengeräten und anderen Haushaltsgeräten eingestiegen ist (WiM berichtete), war bereits Ende der 70er Jahre Trikot-Sponsor des 1. FC Nürnberg. Nun hat sich das Nachfolgeunternehmen des 2003 in die Insolvenz gegangenen TV- und Radioherstellers für das Sponsoring des Stadionnamens entschieden. Über die Höhe des Sponsorings wollte Grundig-Geschäftsführer Murat Sahin, der für den türkischen Großkonzern Beko die Geschäfte in Deutschland führt, keine Angaben machen. Sahin, nach eigenen Angaben bekennender Club-Fan, engagiert sich bereits seit 2011 mit Bandenwerbung und technischer Ausstattung im Club-Stadion. Darüber hinaus sponsert er als offizieller Technologiepartner den Bundesliga-Verband. Sein Unternehmen wolle nun mit dem Namenssponsoring ein „Leuchtturm in der Stadt und der Region“ werden.

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, zugleich Aufsichtsrat beim Club, erinnerte bei der Bekanntgabe daran, dass viele Fans die Kommerzialisierung von Stadionnamen beklagten und sich für Nürnberg den Namen „Max Morlock Stadion“ gewünscht hätten. Dem könne er vom Herzen zustimmen, der Kopf sage ihm aber, dass das Namenssponsoring ein wichtiger Bestandteil für die Finanzierung des Stadions sei.

Autor: 
tt.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 03|2013, Seite 77

 
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