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Weiler

Drehmaschinen höchster Genauigkeit

Auf eine 75-jährige Firmengeschichte kann die Weiler Werkzeugmaschinen GmbH im Emskirchener Ortsteil Mausdorf zurückblicken. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben im deutschsprachigen Raum Marktführer für konventionelle und zyklengesteuerte Präzisions-Drehmaschinen ist, feierte dieses Jubiläum vor Kurzem in Anwesenheit von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein. Herrmann nahm eine Spende des Unternehmens von 10 000 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe entgegen.

Gegründet wurde Weiler im Jahr 1938 in Herzogenaurach von den beiden Familien Weiler und Hubmann. Bis Ende der 1980er Jahre wuchs die Firma um zwei weitere Standorte in Mausdorf und Ansbach und auf insgesamt über 700 Mitarbeiter. Dann übernahm der österreichische Stahlkonzern Voest-Alpine die Führung und entsandte Friedrich K. Eisler als Sprecher der Geschäftsleitung nach Franken. Er hatte nach einer wirtschaftlich schwierigen Phase die Aufgabe, das Unternehmen in den Jahren 1992 und 1993 komplett umzustrukturieren, zwei Standorte zu schließen und den Firmensitz nach Mausdorf zu verlegen. 1995 trennte sich Voest-Alpine schließlich wieder von dem fränkischen Unternehmen und Eisler übernahm im Zuge eines Management Buy-Outs als alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter die Führung.

Heute führt Friedrich K. Eisler das Unternehmen zusammen mit seinen Söhnen Alexander Eisler (zuständig für Finanzen) und Michael Eisler (Vertrieb, Service und Marketing) sowie mit dem technischen Geschäftsführer Johann Höller. Insgesamt 550 Mitarbeiter sind heute in Mausdorf sowie im tschechischen Holoubkov tätig. Dieser Standort in der Nähe von Pilsen ist Zulieferer für Präzisionsdrehmaschinen, außerdem werden dort Radialbohrmaschinen gefertigt, die das Sortiment ergänzen. Die Bereiche Vertrieb, Verwaltung, Forschung und Entwicklung sowie eine Fertigungs- und zwei Montagehallen, ein klimatisierter Messraum für Qualitätsprüfungen und eine Lackiererei sind am Stammsitz angesiedelt. Anfang dieses Jahres wurde eine neue Versandhalle in Betrieb genommen. Durch eine große Fertigungstiefe kontrolliere man alle Arbeitsschritte über die gesamte Produktionskette und könne so hohe Qualitätsmaßstäbe gewährleisten, so Friedrich K. Eisler. Ein eigener Service stellt weltweit die rasche Wartung, Reparatur und Überholung der Präzisions-Drehmaschinen sicher. Im Rahmen der Partnerschaft mit der WMS GmbH (ehemals Wematech) in Herzogenaurach werden darüber hinaus Werkzeugmaschinen und Sondermaschinen aller anderen Fabrikate instand gesetzt und generalüberholt.

„Uns sind die Grundprinzipien Vertrauen, Verantwortung, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Ausbildung wichtig“, so Friedrich K. Eisler. Deshalb halte man auch an der Fertigung in Deutschland fest. Beispiele für die Aktivitäten im Umweltschutz seien die Entwicklung des Energiesparsystems „e-TIM“, das Bremsenergie zurück ins Stromnetz speist, nicht benötigte Nebenaggregate automatisch abschaltet und die Maschine bei Stillstand in den Stand-by-Modus versetzt. Zudem werde das Firmenareal hauptsächlich von einer nahegelegenen Biogasanlage beheizt.

Besonders wichtig ist der Unternehmerfamilie Eisler die kontinuierliche Ausbildung, jedes Jahr werden mindestens fünf neue Auszubildende eingestellt. Im Laufe der Jahre konnten viele von ihnen Preise für hervorragende Leistungen gewinnen, zuletzt errang Matthias Popp einen Staatspreis für seine Fähigkeiten als Technischer Zeichner. Das intensive Engagement in der beruflichen Bildung unterstrich Weiler Anfang Juli bei der „Weltmeisterschaft“ der Berufe „WorldSkills Leipzig 2013“, bei der das Unternehmen als Sponsor im Sektor Fertigungstechnik auftrat. Die Landesmeister aus 55 Teilnehmerländern kämpften auf Weiler-Maschinen um den Weltmeistertitel bei den Drehern.   

Autor: 
wra.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 07|2013, Seite 76

 
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