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IHK-Jahresempfang

Richard Heindl geehrt

190703_IHK_Medaille_Heindl_8704 © Kurt Fuchs / IHK

Im Historischen Rathaussaal nahm Richard Heindl (2. v. l) die IHK-Ehrenmedaille von Präsident Dirk von Vopelius, Innenminister Joachim Herrmann und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch (v. l.) entgegen.

Für besondere Verdienste um die mittelfränkische Wirtschaft: Richard Heindl, Vorstandsvorsitzender der Heitec AG in Erlangen, wurde mit der IHK-Ehrenmedaille ausgezeichnet.

Die IHK-Ehrenmedaille ist die höchste Auszeichnung der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Richard Heindl nahm sie im Juli beim IHK-Jahresempfang Politik | Wirtschaft im Historischen Rathaussaal entgegen. Die Laudatio hielt Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration.

In seiner Begrüßung zum IHK-Jahresempfang betonte IHK-Präsident Dirk von Vopelius das Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns, das als ethische Grundlage wirtschaftlichen Handelns wichtiger sei denn je. Unternehmertum und Verantwortung, das zeichne auch den Firmengründer Richard Heindl aus, der 1948 in Waidhofen (Niederösterreich) geboren wurde. Er kam vor mehr als 40 Jahren nach Deutschland, ist Vater von zwei Kindern und lebt mit seiner Familie in Nürnberg. Zu Beginn seiner beruflichen Karriere gründete er ein Ingenieurbüro und arbeitete freiberuflich für einige bedeutende Unternehmen aus der Region. Heute steht die von ihm gegründete Heitec AG, bei der über 1 000 Mitarbeiter im In- und Ausland tätig sind, für Industriekompetenz in Automatisierung, Digitalisierung und Elektronik. Heitec unterstützt über 2 000 Kunden aus den Branchen Automotive, Verpackungstechnik, Energie, Medizin, Nahrungs- und Genussmittel, Schiffbau, Logistik sowie Luft- und Raumfahrt dabei, ihre Produktivität zu steigern und ihre Produkte zu optimieren.

Ehrenamtlich stark engagiert

Über seine unternehmerischen Aktivitäten hinaus ist Richard Heindl in vielfältiger Weise ehrenamtlich engagiert: So ist er Mitglied der Erlanger Kulturstiftung und ein großer Förderer des Sports in der Region. Als Hauptsponsor unterstützt er u. a. den HC Erlangen, die Heitec Volleys und den LAC Quelle Fürth. Er ist seit dem Jahr 2000 Mitglied der IHK-Vollversammlung und stiftete mehrere Jahre den Gründerpreis der IHK Nürnberg für Mittelfranken in der Kategorie „Markterfolg und Innovation“. In Nordbayern baute er das Deutsche Ostforum München e. V. (DOM, Vorgänger des OWWF – OstWestWirtschaftsForum Bayern e. V.) auf und war dort viele Jahre als Vizepräsident tätig. Zudem ist er Aufsichtsratsvorsitzender des BayStartUp-Kuratoriums in Nürnberg, Wirtschaftssenator des Europäischen Wirtschaftssenat e. V. (EWS) und Gründer der Karl-Heinz-Hiersemann-Stiftung. Außerdem ist er im Kuratorium der Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg engagiert und war langjähriges Mitglied im Lions Club und im Beirat des Universitätsbundes Erlangen.

Staatsminister Joachim Herrmann würdigte seine unternehmerischen Verdienste und sein gesellschaftliches Engagement: „Richard Heindl hat sich über sein unternehmerisches Engagement hinaus in vielfältiger Weise um die fränkische Wirtschaft verdient gemacht. Wir sind in der Region stolz auf sein Unternehmen und seine Leistungen“, sagt der bayerische Innenminister. Und direkt an die Adresse des ausgezeichneten Unternehmers sagte Herrmann: „Sie sind ein glanzvolles Beispiel eines Self-Made-Man, der bei Null angefangen hat und mit seiner Leistung, seinem Engagement, seiner Kreativität, seiner Hartnäckigkeit und seiner Tatkraft Herausragendes geschaffen hat.“ Heute sei Heitec eines der wichtigsten Technologieunternehmen im Freistaat Bayern, sagte der Minister, der auch die Rolle der IHK in der Wirtschaftsregion Mittelfranken würdigte. Die IHK werde ihrer Verantwortung als Interessenvertretung der gewerblichen Gemeinschaft und als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Staat mehr als gerecht. „Sie hat sich als starker Motor für die Strukturpolitik sowie für Forschung und Entwicklung erwiesen.“

Heindl berichtete vor den 300 Gästen im Historischen Rathaussaal über seinen Werdegang, der ihn Anfang der 1970er Jahre nach Bayern führte. Er war zunächst freiberuflich für Bosch und Siemens tätig. Mit zwei Mitarbeitern startete er in Nürnberg, bevor er nach Erlangen umzog. „In der Region hat es mir von Anfang an gut gefallen, nur die Alpen sind etwas weit weg“, sagte Heindl. Im Rückblick auf seine frühen Jahre in Deutschland brach er eine Lanze für das zusammenwachsende Europa. Denn damals sei man Ausländern – selbst Österreichern – im Geschäftsleben bisweilen mit Misstrauen begegnet; ein verlorener Reisepass habe eine Ausweisungsdrohung nach sich ziehen können. Heindl erzählte über gemeinsame Radtouren zu den Erlanger Partnerstädten mit dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis und über zahlreiche Delegationsreisen mit den bayerischen Wirtschaftsministern, die beim Knüpfen von geschäftlichen Kontakten sehr wertvoll gewesen seien. Dies gelte auch für sein langjähriges Engagement im Ehrenamt der IHK Nürnberg für Mittelfranken: „Ich kann allen jungen Unternehmern nur raten: Nutzt die vielen Angebote der IHK!“

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 09|2019, Seite 40

 
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