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NürnbergMesse

Den Olymp erklommen

NürnbergMesse_nm-pk-2019 © NürnbergMesse / Kostas Mpekas

Neuer griechischer Partner: Nikos Choudalakis, Geschäftsführer von Forum SA, mit den Geschäftsführern der NürnbergMesse Peter Ottmann (l.) und Dr. Roland Fleck (r.).

Mit einem Rekordergebnis im Rücken setzt das Unternehmen weiter auf Internationalisierung und wagt den Sprung nach Griechenland.

Vom „Einstieg in eine neue Dimension” sprach NürnbergMesse-Geschäftsführer Dr. Roland Fleck bei der Präsentation der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2018. Die Finanz- und Veranstaltungskennzahlen überträfen alle bisherigen Unternehmensrekorde: 315 Mio. Euro Umsatz, ein Gewinn von 28 Mio. Euro, über 35 000 Aussteller, 1,5 Mio. Besucher und 1,2 Mio. Quadratmeter verkaufte Netto-Ausstellungsfläche. Hinzu komme, so Flecks Geschäftsführer-Kollege Peter Ottmann, dass mit Forum SA der griechische Marktführer künftig die NürnbergMesse Group verstärkt.

Strategische Partnerschaft

Als erster deutscher Messeveranstalter steigt die NürnbergMesse in den griechischen Markt ein. Sie hat dazu 80 Prozent der Forum SA übernommen, die acht Messen veranstaltet und vier Fachmagazine herausgibt. Das Unternehmen ist auf Gastronomie und Hotellerie spezialisiert und hat mit 65 Mitarbeitern zuletzt 17,5 Mio. Euro umgesetzt. Es besitzt in Griechenland einen Marktanteil von 23 Prozent und ist vom Start weg die größte Auslandstochter der NürnbergMesse. Das Management inklusive Nikos Choudalakis, dem Geschäftsführer von Forum SA, wird für die nächsten Jahre im Führungsteam des Unternehmens verbleiben.

Warum ausgerechnet das krisengeschüttelte Griechenland? Die aktuelle politische Situation eröffne viele Chancen und die Kernkompetenzen von Forum SA hätten sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als relativ robust erwiesen, sagt Peter Ottmann. Das Veranstaltungsportfolio passe perfekt zur NürnbergMesse und es gebe zahlreiche Synergien. Und schließlich könne man mit dem Engagement auch den Balkan und die gesamte Region Südosteuropas erschließen.

Optimistischer Ausblick

Wegen der Akquisition fand die Bilanzpressekonferenz „dieses Mal nicht im Raum Athen des Messezentrums Nürnberg” statt, so Fleck, sondern in der griechischen Hauptstadt. Aber auch am Heimatstandort entwickle sich das Unternehmen, das weltweit über 1 000 Mitarbeiter in Deutschland, Brasilien, China, Indien, Italien, Griechenland, Österreich und den USA beschäftigt, positiv. Die zehn großen Messen des ersten Halbjahres wuchsen überproportional stark. Besonders erfreut sei man über den guten Start der „MedtecLIVE”, die aus dem Stand der zweitgrößte Branchentreff der Medizintechnik und ihrer Zulieferer wurde. In den kommenden fünf Jahren will man zehn Mio. Euro in die digitale Infrastruktur investieren und könne künftig mit den Partnern Axians sowie Bisping & Bisping eine der leistungsfähigsten Netzwerkausstattungen der deutschen Messestandorte anbieten.

Im Ausland veranstaltet die NürnbergMesse Group jetzt insgesamt 75 Fachmessen, von denen 16 neu im Portfolio sind: Neben dem Markteintritt mit acht etablierten Messen in Griechenland sind dies die „Beviale Mexico” und die „Euroguss Mexico”, vier neue Messen in Brasilien zu den Themen Innenausbau/Sanitär, Einzelhandel/Franchising/E-Commerce, Heimtierbedarf und Farben/Oberflächenbeschichtung, die Premiere der „PAK-iD” (Verpackungen, Prozesse und Technik) in Shanghai sowie in Bangalore erstmals die „India Mattresstech Expo” (Matratzen- und Polsterherstellungstechnik). In Nürnberg ist man gespannt auf die „kicker Convention”, die am 7. November 2019 ihren ersten Auftritt hat. Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Olympia-Verlag/kicker beleuchtet Themen rund um das Sportmanagement und den boomenden Bereich „eSport”.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 09|2019, Seite 78

 
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