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Faber-Castell

Lateinamerika belastet das Geschäft

Der Umsatz der Faber-Castell AG in Stein ist im Geschäftsjahr 2018/2019 um vier Prozent auf knapp 588 Mio. Euro zurückgegangen.

Währungsbereinigt ergibt sich allerdings ein leichtes Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Besonders erfreulich entwickelt sich der chinesische Markt, auf dem wir unsere Potentiale aus unserer Sicht noch nicht gehoben haben“, sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende Daniel Rogger. Für das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 erwartet er Umsätze auf Vorjahresniveau – insbesondere angesichts der für die Gruppe bedeutenden Märkte in Lateinamerika, die von politischen und wirtschaftlichen Krisen betroffen sind und wo die Lage derzeit unübersichtlich sei. „Chile und Peru hatten bis Mitte 2019 erfreulich gewirtschaftet, jetzt müssen wir die Entwicklungen abwarten, das gilt auch für die Märkte in Argentinien, Kolumbien und Brasilien“, so Rogger. Südamerika spielt für die Faber-Castell-Gruppe eine zentrale Rolle und ist für etwa 45 Prozent des Umsatzes verantwortlich.

Rogger wird das Unternehmen demnächst aus familiären Gründen verlassen. Ihm folgt ab Mitte März Stefan Leitz, der vom Hamburger Feinkost- und Essighersteller Kühne in Hamburg kommt. Ebenfalls ausgeschieden ist Ende letzten Jahres Vorstand Rolf Schifferens.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 01|2020, Seite 79

 
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