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Vedes

Spielwaren werden teurer

Die Spielwarenbranche konnte 2009 der Wirtschafts- und Finanzkrise zum Trotz ein erfolgreiches Jahr verbuchen. Auch der Einzelhandelsumsatz der europaweit 1 100 angeschlossenen Vedes- und Spielzeug-Ring-Fachgeschäfte lag mit 526 Mio. Euro insgesamt 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Die deutschen Mitglieder der Vedes-Gruppe verzeichneten mit 450 Mio. Euro ein Umsatzwachstum von 2,8 Prozent über die Theke. Der Konzern konnte parallel dazu ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 1,9 Mio. Euro ausweisen. Die Zahl der Mitarbeiter am Standort Nürnberg blieb stabil bei 210. Die erste Jahreshälfte in 2010 verlief nach Unternehmensangaben bisher sehr zufriedenstellend. Die positive Stimmung zeige sich auch im zunehmenden Orderverhalten der Fachhändler. „Das Auftragsvolumen bei unserer Hausmesse lag acht Prozent über dem Vorjahr. Alles spricht für ein gutes Weihnachtsgeschäft“, prognostizierte Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Märtz bei der Bilanzpressekonferenz in Nürnberg.

Die Nachfrage der Verbraucher nach sozialverträglichen, umweltfreundlichen und ökologisch hergestellten Spielwaren von hoher Qualität und Sicherheit steigt. „In diesem Bereich sehen wir noch erhebliches Wachstumspotenzial“, so Vorstandsmitglied Wolfgang Groß. Aktuell forciert die Vedes ihr Engagement bei Spielzeugklassikern wie Modelleisenbahn und Modellbau. Auch das Thema Baby verspricht Wachstumspotenzial und soll künftig ein wesentlicher Sortimentsbaustein sein. Durch eine Sortimentserweiterung mit Multimedia, Süßwaren sowie Kinder- und Jugendbüchern plant Vedes, das Saisongeschäft der Spielwarenbranche zu entzerren. Dadurch soll der Umsatz nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern ganzjährig boomen. Trotzdem müssen sich voraussichtlich sowohl Händler als auch Verbraucher auf steigende Preise für Spielwaren ab der Saison 2011 einstellen, prognostiziert der Vedes-Vorstand. Ursachen sind steigende Löhne bei Produzenten in Fernost, höhere Frachtkosten sowie die derzeitige Dollar-Kurs-Entwicklung. Dennoch erwartet die Verbundgruppe für Spielwaren in 2010 ein mindestens ebenso gutes Ergebnis wie im letzten Geschäftsjahr.

Autor: 
gra.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 08|2010, Seite 42

 
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