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IHK-Report – Patente in Bayern 2016/2017

Die wichtigsten Technologieprofile und Patentanmelder in Bayern

 

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Dr. rer. nat. Elfriede Eberl

Dr. rer. nat. Elfriede Eberl

Innovationsmanagement, Forschung, Hochschulen Tel: +49 911 1335 1431

Publiziert: Januar 2017

Art: Schriften und Arbeitspapiere

Seitenzahl: 44

Bayern bleibt Meister im Erfinden: Der dritte IHK-Report „Patente in Bayern 2016/2017“ der bayerischen Industrie- und Handelskammern zeigt: Bayern ist Erfinderland! Der Anteil Bayerns an deutschen veröffentlichten Patenten des Europäischen Patentamts sowie des Deutschen Patent- und Markenamts liegt im Jahr 2015 bei rund 29 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2012 erhöhte sich somit der Anteil um 3 Prozentpunkte.

Diese technologische Innovationsleistung in Bayern korreliert mit den hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE). Mit Aufwendungen für FuE von 3,26 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zählt Bayern nach wie vor zu den Spitzenreitern in Deutschland. Im Jahr 2013 wurden vom gesamtdeutschen Bruttoinlandsprodukt rund 2,84 Prozent (≈ 80,4 Mrd. Euro) für FuE aufgewendet. Rund 55 Mrd. Euro kamen dabei aus dem Wirtschaftssektor und hiervon wiederum 22 Prozent aus Bayern.

Gewerbliche Schutzrechte schaffen zum einen die Basis, um Investitionen in neue Produkte, neue Verfahren oder Markeneinführungen zu amortisieren. Zum anderen geben veröffentlichte Schutzrechte, wie z. B. Patente, einen umfassenden Einblick in den technischen Stand. Deswegen ist es gut, sich im Vorfeld und begleitend zu neuen Entwicklungen intensiv mit dem Stand der Technik beim weltweiten Wettbewerb auseinanderzusetzen. Zudem bieten Patente einen effektiven Schutz des eigenen Technologie-Know-hows und das Recht, diese exklusiv zu nutzen. Letzteres ist das Fundament unserer bisherigen Innovationskultur.

Unternehmen und Regionen können durch die konsequente Nutzung der Patentliteratur ihr Technologieprofil gegenüber dem Wettbewerb überprüfen und vergleichen. Der IHK-Report „Patente in Bayern 2016/2017“ schlüsselt die Schwerpunkttechnologien nicht nur für Bayern, sondern auch für die einzelnen IHK-Bezirke auf. Der Patentreport gibt damit Entscheidern in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung wertvolle Informationen an die Hand. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und gewinnbringende Erkenntnisse.

Titel
IHK-Report – Patente in Bayern 2016/2017
Inhalt / Beschreibung

Der IHK-Report "Patente in Bayern 2016/2017" stellt fest, in welchen Technologiefeldern bayerische Wirtschaft und Wissenschaft aktiv Innovationen generieren. Der vorliegenden Auswertung liegen veröffentlichte Patentanmeldungen (= Patentpublikationen) zugrunde, die nach regionaler Herkunft untersucht wurden. Des Weiteren wurde nach zwei Kriterien analysiert: Erstens nach Anteilen an den Technologiebereichen, die gemäß der Internationalen Patentklassifikation (IPC) gekennzeichnet sind, und zweitens nach der Anmeldeaktivität der Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Die nach der IPC untersuchten Technologiesegmente werden in den deutschland- und europaweiten Kontext gestellt, um die Stärken und Schwächen Bayerns und seiner Regionen herauszuarbeiten. Dazu wurden 141.529 europäische und 47.907 deutsche Patentpublikationen ausgewertet. Der besondere Wert liegt dabei in der qualitativen Betrachtung der Patentpublikationen. Nicht nur die Anzahl der Patentanmeldungen, die aufgrund ihres umfassenden Charakters schon für sich genommen aussagekräftig ist, sondern auch deren technischer Inhalt sind Gegenstand der vorliegenden Analyse. Damit kann die Innovationskraft Bayerns bei den Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen in Schwerpunkttechnologien interpretiert und bewertet werden.

Patentpublikationen spiegeln nicht nur die Ergebnisse technischer Entwicklungsarbeit wider, sondern dokumentieren darüber hinaus auch ein kommerzielles Interesse des Patentanmelders in einem bestimmten Marktsegment. Deshalb können aus gezielten Patentanalysen Informationen über zukünftige technische Trends und das Marktgeschehen abgeleitet werden. Das Beobachten von Patentpublikationen bzw. das Ermitteln der "Technologieschubladen" nach der IPC hat sich als outputorientierter Indikator für das Aufspüren von technologischen Trends bewährt.

Einschränkend ist zu nennen, dass sich die Innovationsstärke einer Region hier nur in der Zahl der Patentpublikationen widerspiegelt und so die Gesamtinnovationsleistung einer Region nicht umfassend abgebildet wird. Hierzu ist die Betrachtung weiterer Innovationsindikatoren notwendig (z. B. Investitionshöhe in Forschung und Entwicklung, Hochschuldichte, Anzahl der Studierenden, Ingenieursdichte etc.).


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