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Erster Bürostuhl für Frauen

Die Geschichte der Bürositzmöbelfabrik 1 000 Stühle Gernot-M. Steifensand GmbH mit Sitz in Wendelstein begann nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Vater des Firmeninhabers, F.-Martin Steifensand, mit Klappstühlen und einfachen Sitzlösungen von Haustür zu Haustür zog, um seine Stühle anzubieten. Seine Hauptkunden waren damals Ärzte und Rechtsanwälte, denen Steifensand auch die Anregung verdankte, über gesundes und bandscheibengerechtes Sitzen nachzudenken und Lösungen für ergonomisch richtiges Sitzverhalten zu finden. Um die von Orthopäden und Bandscheiben-Spezialisten an gesundes Sitzen gestellten Anforderungen zu erfüllen, wurde von Steifensand in den 60er Jahren der erste Bandscheiben-Drehstuhl entwickelt.

Seit 1998 führt der Sohn, Gernot-M. Steifensand, mit seiner Firma 1 000 Stühle Gernot-M. Steifensand GmbH die traditionelle Stuhlbau-Kompetenz fort. Heute beschäftigt das Unternehmen 20 Mitarbeiter und bietet bandscheibengerechte Sitzlösungen im Direktvertrieb an. Die Produktlinie beinhaltet Bürodrehstühle, Besucherstühle, Chefsessel, Arbeitsdrehstühle, Hocker, Konferenztische.

Das Unternehmen brachte vor kurzem nach mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit eine neue Produktidee auf den Markt, „Lady Sitwell“, den nach eigenen Angaben ersten Bürodrehstuhl speziell für Frauen. Der Blick in die Büros von heute zeigt nach Unternehmensangaben, dass die Mehrzahl der Frauen im westlichen Kulturkreis zum Hohlkreuz neigt. Dafür sind u.a. hohe Absätze sowie die „Brust-raus“-Haltung verantwortlich, die den Körper automatisch in eine Hohlkreuz-Position bringen. Das wirkt sich nicht nur beim Stehen und Gehen, sondern auch beim Sitzen auf die Wirbelsäule aus. In Asien hingegen, wo meist flache Schuhe getragen werden und andere Haltungsnormen vorherrschen, neigen die Frauen eher zu einem Rundrücken. Diese Beobachtungen sowie eine ganze Reihe medizinischer Erkenntnisse führten zur Entwicklung eines Bürostuhls speziell für Frauen.

Der Stuhl soll für eine Entlastung der Wirbelsäule und der Bandscheiben sorgen und Gelenkschäden vorbeugen. Darüber hinaus soll er die Durchblutung fördern, den Stoffwechsel anregen und das Bindegewebe stärken.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 11|2002, Seite 50

 
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