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Weiterbildung im eleganten Ambiente

Nach gut einem Jahr Bauzeit hat die IHK Nürnberg für Mittelfranken ihre neue Akademie eröffnet. Die Akademie bietet vor allem Beschäftigten aus der Region Möglichkeiten aktueller Weiterbildung mit modernster Technik in einem attraktiven Umfeld. Darüber hinaus steht sie für Tagungen, Infoveranstaltungen und Arbeitssitzungen zur Verfügung. Als erste Großveranstaltung nutzt der Kongress „Wissensmanagement: Chance für den Mittelstand?“ die um 2 100 Quadratmeter erweiterten Räumlichkeiten. Auch die Ausbildungsprüfungen von jährlich rund 9 500 Teilnehmern werden in den Räumen der Akademie stattfinden. Ferner können die Räume von Firmen gemietet werden.

Neben einem Kongresssaal für bis zu 400 Personen bietet die Akademie acht Seminar- und Workshop-Räume für bis zu 50 Personen, ein Selbstlernzentrum und ein großzügiges Foyer, das flexibel für Bewirtung und Ausstellungen genutzt werden kann. Im angrenzenden Parkhaus befinden sich Stellplätze für 325 Pkws. Das Investitionsvolumen betrug rund 6,2 Mio. Euro, von denen der Freistaat Bayern aus den Mitteln der High-Tech-Offensive Zukunft Bayern rund drei Mio. Euro getragen hat.

Mit der Erweiterung der Weiterbildungskapazitäten will die IHK insbesondere Teilnehmern aus Mittelfranken optimale und wohnortnahe Chancen zur Qualifizierung bieten. Der bayerische Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu wies in seiner Festrede darauf hin, dass die Länder Bayern und Baden-Württemberg nicht nur bei Innovationen führend seien (die Hälfte aller Patentanmeldungen in Deutschland kommt aus diesen beiden Bundesländern), auch die besten Hochschulen seien im Süden Deutschlands zu finden, wie die Anzahl der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekte belege. Und im Süden sei auch der Wille zur Weiterbildung besonders groß. Insofern bezeichnete er die neue IHK Akademie Mittelfranken als eine „Investition zur richtigen Zeit am richtigen Ort“.

Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein betonte die Qualität und das ehrenamtliche Engagement der IHK in der Weiterbildung: „Gerade im Hinblick auf die vielen ehrenamtlichen Prüfer kann niemand Weiterbildung so praxisnah und kostengünstig anbieten wie die IHKs.“ Er erteilte in seiner Rede Splittergruppen, die an der Pflichtmitgliedschaft und den IHK-Organisationen insgesamt rütteln wollten, eine klare Absage. Die IHK leiste insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Hervorragendes für die Wirtschaftsförderung.

Da in der heutigen Wissensgesellschaft Arbeitsplätze in erster Linie mit Information und Know-how zu tun haben, setzt das strategische Ziel der IHK genau da an, Wissen und Bildung als die entscheidenden „Rohstoffe“ der Zukunft zu fördern. Die IHK investiert deshalb im Interesse der regionalen Unternehmen laufend in zeitgemäße Weiterbildungsangebote. „Qualifikation und Bildung unserer ‚Human Resources‘ sind der wichtigste Standortfaktor für die ‚rohstoffarme‘ deutsche Wirtschaft. Mit einem eigenen Weiterbildungsangebot sieht sich die IHK in der Rolle als Vorreiter und als Anbieter, der qualitative Maßstäbe setzt“, sagte IHK-Präsident Hans-Peter Schmidt bei der Eröffnung der Akademie. Als Signal für das Vertrauen in die künftige Entwicklung der regionalen Wirtschaft wollte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Riesterer die Erweiterung des Weiterbildungszentrums verstanden wissen: „Wirtschaftsförderung und Dienstleistung für die Unternehmen und die Beschäftigten in der Region sind für uns auch in der Weiterbildung oberstes Ziel.“

Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly gratulierte der IHK für ihren Mut zu dieser Investition und betonte die Bedeutung der Weiterbildung für lebenslanges Lernen. Wie Architekt Jörg Spengler und IHK-Vizepräsident Dieter Streng als Vorsitzender des Bauausschusses berichteten, gab es keine Baukostenüberschreitung, sondern es konnten im Gegenteil 300 000 Euro eingespart werden.

wb.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 10|2003, Seite 22

 
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