Telefon: +49 911 1335-1335

Trudi

Olli Olbot übernommen

Der italienische Hersteller von Plüschspielwaren Trudi, dessen deutsche Niederlassung in Fürth angesiedelt ist, hat den Markenhersteller Olli Olbot, Baiersdorf, übernommen. Das Unternehmen ist auf die Herstellung von hochwertigen Plüschspielwaren für Babys und Kleinkinder spezialisiert, wie zum Beispiel Dinkel- und Kirschkernkissen, Wickelunterlagen oder Schmusetücher. Mit dem Erwerb von Olli Olbot baut die Trudi Gruppe ihre Kompetenz im Babyspielzeug-Segment weiter aus. Gudrun Elischer, Gründerin und bisherige Eigentümerin von Olli Olbot, ist auch in Zukunft für das Design der Produktlinie verantwortlich. Die Fertigung erfolgt weiterhin durch eine Produktionsfirma in Thüringen.

Peter Kircher, Geschäftsführer der deutschen Trudi GmbH mit Hauptsitz in Fürth: „Der Neuzukauf ist die logische Fortführung unserer Unternehmensstrategie: Wir wollen unseren Platz im Babyartikel-Segment künftig noch stärker verankern und behaupten.“ Ein erster Schritt in diese Richtung sei bereits 2004 mit der Einführung der Marke SeviSoft - in deren Fokus Textilspielzeug mit Lerneffekt für die Kleinsten steht - unternommen worden, sowie mit der Puppenmarke Corolle. Das klassische Sevi-Sortiment hat seinen Fokus auf Spielzeug, Accessoires und Geschenkartikeln aus Holz.

Trudi wurde 1954 von der Münchnerin „Trudi“ Müller Patriarca gegründet und ist heute in Italien ein Synonym für Plüsch, mit einer Markenbekanntheit von über 95 Prozent. Die Trudi Gruppe hat ihren Hauptsitz in Tarcento bei Udine/Italien. Die internationale Marktabdeckung gewährleisten außerdem die vier eigenen Niederlassungen in Fürth, Valencia/Spanien, Orgelet/ Frankreich und Hongkong sowie lokale Händler. Insgesamt ist Trudi in 30 verschiedenen Ländern vertreten.

Die Trudi Gruppe beschäftigt insgesamt 100 Mitarbeiter, davon 15 in Fürth, und erzielte 2004 einen konsolidierten Umsatz von über 22 Mio. Euro, mit einem Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von über 20 Prozent. Die Exportrate liegt bei 42 Prozent. Das Wachstum soll verstärkt werden durch intensivierte Branding- und Werbeaktivitäten, neue Produkte und die Vergabe von Lizenzrechten zur Erweiterung des Produktportfolios, auch eigene Trudi-Läden sollen eröffnet werden.

Das Lizenzgeschäft ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Entwicklung der Gruppe. Dabei vergibt Trudi seine Markennamen an Unternehmen, die führend in ihrem jeweiligen Marktsegment sind. 2004 wurde in Kooperation mit der Gabel Gruppe das Label „Trudi by Gabel“ eingeführt. 2005 ging die erste Kollektion Kinderbekleidung in einem Joint-Venture mit der Altana Spa an den Start. Außerdem präsentierte Trudi gemeinsam mit Allison Spa Sonnenbrillen und Brillengestelle speziell für Kinder.

Autor: 
gru.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 03|2006, Seite 62

 
Device Index

Alle Ansprechpartner/innen auf einen Blick