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Lyra Bleistift-Fabrik

Einstieg der Fila-Gruppe

Die Johann Froescheis Lyra-Bleistift-Fabrik GmbH & Co. KG ist von der italienischen Fila Fabbrica Italiana Lapis ed Affini S.p.A. übernommen worden. Nach Aussage von Lyra-Geschäftsführer Andreas Blaul werden durch die Übernahme das Unternehmen und die Arbeitsplätze langfristig gesichert. Fila-Chef Dr. Massimo Candela erklärte, durch den Zukauf erschließe sich Fila den Zugang zu Märk-ten wie Deutschland, Skandinavien und Südostasien, in denen man derzeit kaum vertreten sei. Beide Seiten erklärten, auch die Produktprogramme beider Unternehmen ergänzten sich "hervorragend", das Lyra-Management und die deutschen Standorte in Nürnberg und Geußnitz blieben bestehen.

Lyra wurde 1806 in Nürnberg gegründet und ist damit einer der ältesten deutschen Hersteller von Blei- und Farbstiften. Das Unternehmen ist auf den vier Geschäftsfeldern Vorschule und Schule, Kunst, Industrie und dekorative Kosmetik aktiv. Bei Stiften und Kreiden für den industriellen Gebrauch sieht sich Lyra als Markführer. In den beiden deutschen Produktionsstätten sowie in den sechs ausländischen Vertriebsniederlassungen (Frankreich, England, Schweden, Singapur, Indonesien und China) sind mehr als 200 Mitarbeiter tätig. Der Umsatz der Firma, die pro Jahr über 70 Mio. holzgefasste Stifte verkauft (davon 70 Prozent in das Ausland), betrug im vergangenen Jahr 29 Mio. Euro.

Der italienische Schreib- und Zeichengerätehersteller Fila mit Sitz bei Mailand wurde 1920 gegründet. Die Gruppe betreibt vier Produktionswerke in Italien, Frankreich, Mexiko und China und acht Vertriebsniederlassungen. In Europa ist Fila durch die Marken Das, Didò, Giotto, Pongo und Tratto bekannt. Weltweit sind über 2 000 Mitarbeiter für Fila tätig, die 2007 rund 166 Mio. Euro umsetzten.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 09|2008, Seite 68

 
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