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Optocraft

Messsysteme von Medizin bis Astronomie

Vor zehn Jahren gründeten Dr. Mathias Beyerlein und Dr. Johannes Pfund die Optocraft GmbH in Erlangen, die auf Messtechnik spezialisiert ist. „In den zehn Jahren, die wir jetzt auf dem Markt sind, haben wir uns einen Namen und damit einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet, den es zu erhalten und auszubauen gilt“, gibt sich Bayerlein selbstbewusst.

Die einstigen Absolventen des Lehrstuhls für Optik der Universität Erlangen-Nürnberg entwickeln – auf der Grundlage des Shack-Hartmann-Wellenfrontsensors – eine Messtechnik, die sich eng an den Anforderungen ihrer Kunden orientiert. Diese kommen zu jeweils 30 Prozent aus der Präzisionsoptik und der Medizintechnik (Augenheilkunde) und zu jeweils 20 Prozent aus den Sparten Laser und Astronomie. Weltweit bekannte Firmen wie Agfa, Canon, EADS, Esa, Jenoptik, Nikon, Philips, Rodenstock, Sony, Swarovski und Zeiss, aber auch die Fraunhofer-Gesellschaft und die Erlanger Humanoptics ordern die Geräte, die mit 13 hoch qualifizierten Mitarbeitern im Innovations- und Gründerzentrum IGZ in Erlangen-Tennenlohe hergestellt werden.

Der Umsatz von inzwischen 1,15 Mio. Euro Umsatz verteilt sich zu 40 Prozent auf Kunden aus Europa sowie zu jeweils 30 Prozent auf Geschäftspartner aus den USA und Asien. China, Südkorea und Japan – dort veranstaltet Optocraft einmal im Jahr einen Workshop – zählen zu den Zukunftsmärkten für die Produkte aus Erlangen, die zwischen 9 000 und 37 000 Euro kosten. 2006 erhielt das junge Unternehmen den Gründerpreis der IHK Nürnberg für Mittelfranken und im Jahr 2010 wurde die Schwesterfirma VisioCraft GmbH mit sechs Mitarbeitern gegründet, die sich auf Messtechnik direkt am Auge spezialisiert hat.

Objektive, Laserstrahlen, Kontaktlinsen und Teleskope müssen sich den Prüfsystemen aus Erlangen unterziehen. Die Funktion erklärt Beyerlein so: „Das Messprinzip kann mit einem Scheunentor verglichen werden, durch das Licht durch viele Löcher auf eine gegenüberliegende Wand fällt. Stellt man nun eine zu prüfende große Linse vor diese Löcher, so ergibt sich ebenfalls ein charakteristisches Lichtpunktemuster. Ist das Muster regelmäßig, so ist die Optik gut, Unregelmäßigkeiten weisen auf Fehler hin.“ Optocraft wirbt mit Zuverlässigkeit, Stabilität und einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis, vor allem aber mit umfassendem Service und intensiver Beratung, was eigenen Angaben zufolge den Wettbewerbsvorteil – gerade auch gegenüber der Konkurrenz aus USA und Frankreich – ausmacht.

Autor: 
ug.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 10|2011, Seite 120

 
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