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E-T-A

Systeme für elektrische Sicherheit

Das mittelfränkische Familienunternehmen E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH mit Sitz in Altdorf hat im Jahr 2011 einen Umsatz von 91 Mio. Euro erzielt und damit ein Plus von rund neun Prozent eingefahren.

Nachdem der Umsatz im Jahr 2010 bereits um 32 Prozent gewachsen war, bewege sich das Geschäft nun wieder auf dem Niveau vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, erklärte Geschäftsführer Carl Horst Poensgen: „2011 war ein gutes Jahr mit einem tollen ersten Halbjahr, das im zweiten etwas abflachte“. Das Unternehmen, das sich weltweit als führender Anbieter von Geräteschutzschaltern und Sicherungsautomaten sieht, zeigt sich auch mit dem Ertrag im Geschäftsjahr 2011 zufrieden.

Das 1948 gegründete Unternehmen, das in 60 Ländern mit Gesellschaften und Partnern präsent ist und eine Exportquote von 69 Prozent erreicht, vertreibt stromgebundene Schutz- und Steuerungsprodukte. In dem mit 500 Mitarbeitern größten Standort in Altdorf konzentriert sich das E-T-A auf Fertigung, Vertrieb, Einkauf, Marketing und Entwicklung. Im oberpfälzischen Hohenfels sind 250 Angestellte beschäftigt, weitere Fertigungsstandorte befinden sich in Indonesien, Tunesien und den USA. Insgesamt stieg die Zahl der Mitarbeiter leicht auf 1 273 an. Während des Booms im vergangenen Jahr musste die Firma auf Zeitarbeitskräfte zurückgreifen, um die Beschäftigungsspitzen auszugleichen, derzeit können die Aufträge jedoch wieder mit der Stammbelegschaft bewältigt werden. Um auch junge Fachkräfte an das Unternehmen zu binden, werden insgesamt 33 Jugendliche ausgebildet, 29 davon in Altdorf. Gefördert werden auch eher praktisch begabte Menschen mit schwierigen Voraussetzungen, denen E-T-A in Zusammenarbeit mit der IHK eine einjährige Qualifizierung im anerkannten Ausbildungsberuf Gerätezusammensetzer ermöglicht.

Besonders erfolgreich haben sich die Geschäftsbereiche „Transportation“ mit einer Umsatzsteigerung von elf Prozent und Automatisierungstechnik mit einem Plus von 20 Prozent entwickelt. In anderen Branchen gestaltet sich das Geschäft schwieriger: Im Bereich Telekommunikation machten sich einige Fusionen bei großen Kunden negativ bemerkbar, im Geschäftsfeld Equipment, das Produkte für Haushalt, Hobby und Garten umfasst, macht ETA der Preisdruck der asiatischen Konkurrenz zu schaffen. Doch insgesamt sieht sich Poensgen gut positioniert: „Wir sind in vielen Branchen tätig und gleichzeitig durch zahlreiche Produktinnovationen hervorragend aufgestellt. So können wir als deutsches Unternehmen gerade auch im internationalen Vergleich punkten und unsere Position im Markt weiter ausbauen“. Gute geschäftliche Perspektiven sieht Poensgen durch eine Reihe innovativer Produkte, beispielsweise neue Schutzschalter für Nutzfahrzeuge, deren Produktion im vergangenen Jahr aufgenommen wurde und die mittlerweile auch bei Pkw-Herstellern auf Interesse stoßen. Der Geschäftsverlauf der ersten Monate dieses Jahres lässt aber noch keine genaue Aussage zu, ob die Umsatzmarke von 100 Mio. Euro, die das Unternehmen ins Visier genommen hat, schon erreicht wird.

Ausbauen will die E-T-A GmbH, die bislang in erster Linie ein Lieferant von Komponenten war, die Entwicklung von Systemlösungen, die von den Kunden immer stärker nachgefragt wird und die schon etwa zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Um die anspruchsvolle Ingenieurleistung, die dahinter steckt, zu betonen, hat das Unternehmen seinen Außenauftritt erneuert: Unter dem neu gestalteten Firmen-Logo steht nun das neue Unternehmensmotto „Engineering technology“.

Autor: 
dl.
 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 05|2012, Seite 60

 
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