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Stöhr-Gruppe

Mehr Güter nach Italien

Die Stöhr-Gruppe, Nürnberg/Bayreuth, hat nach drei Jahren mit jeweils zweistelligen Zuwächsen einen leichten Rückgang beim Umsatz registriert: Bei der Stöhr Spedition wurde im Geschäftsjahr 2012 ein Minus um rund drei Prozent auf 24,5 Mio. Euro verzeichnet. Bei Select Service Stöhr, die auf Dienstleistungen rund um Transport und Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen, Industriegütern und Waren aller Art spezialisiert ist, sank der Umsatz um 1,5 Prozent auf 5,5 Mio. Euro.

Damit habe nach den hohen Wachstumsraten der Vorjahre eine Phase der Konsolidierung begonnen, so die Brüder Uwe und Oliver Stöhr, die das Unternehmen als Geschäftsführende Gesellschafter leiten. Sie zeigten sich dennoch mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Ein wesentlicher Grund für die etwas schwächere Entwicklung sei der hohe Kostendruck in der Transportbranche, für den u.a. die Euro-Krise und die wachsende Unsicherheit bei den Kunden verantwortlich seien.

Aufgrund des harten Wettbewerbs passte das Familienunternehmen mit Stammsitz in der Beuthener Straße in Nürnberg die Strukturen und Prozesse an, weil die Aufträge immer komplexer und personalintensiver werden. „Dem haben wir Rechnung getragen, indem wir im vergangenen Jahr sowohl unsere Belegschaft als auch unseren Fuhrpark erweitert haben“, so Oliver Stöhr. Die Stöhr-Spedition beschäftigt aktuell 192 Mitarbeiter (Vorjahr 176), während bei Select Service Stöhr konstant rund 600 Beschäftigte tätig sind. Außerdem werden in der Gruppe 20 Auszubildende in den Berufen Fachkraft für Lagerlogistik, Berufskraftfahrer sowie Kaufmann/Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistung ausgebildet.

Nach Angaben der Geschäftsführer sei es gelungen, die Auslastung der Fahrzeuge zu verbessern, die Zahl der Leerkilometer zu verringern und die Routen zu optimieren. Gerade im Geschäft mit Zeitschriften und Beilagen sehen sie sich gut gerüstet. „Die Zahl der Bewerber, die das können, ist weiter rückläufig“, so Uwe Stöhr.

Ausgeweitet hat die Gruppe ihre Aktivitäten in Süddeutschland sowie ihre Transporte nach Italien. Im Sommer 2012 hatte das Familienunternehmen Teile aus der Insolvenzmasse eines ortsansässigen Transporteurs mit vier Mitarbeitern übernommen, die nun die Transporte von und nach Italien abwickeln. Mit drei zusätzlich angeschafften Lastzügen befördert Stöhr-Logistik jetzt täglich mehrfach Industriegüter, beispielsweise Fliesen und Natursteine sowie andere Waren, über den Brenner und zurück. Insgesamt sind jetzt 70 Fahrzeuge – vom Kleinbus bis zum 40-Tonner-Lkw mit Hebebühne – für die Nürnberger Spedition unterwegs, das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die neu angeschafften Lkw erfüllen allesamt die strenge Euro 6-Norm.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 07|2013, Seite 69

 
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