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Editorial

Stopp StUB?

Am 6. März entscheiden die Erlanger Bürgerinnen und Bürger über das vielleicht bedeutendste Infrastrukturprojekt Frankens in diesem Jahrhundert – die Stadt-Umland-Bahn, kurz StUB. Auch bei uns Wirtschaftsvertretern gibt es kritische Stimmen aus Erlangen, die breite Mehrheit unserer IHK-Vollversammlung beschloss allerdings eine Resolution zur weiteren Ausarbeitung der StUB-Planung.

Warum? Die Europäische Metropolregion Nürnberg wird langfristig gesehen immer weiter zusammenwachsen, ein durchgängiges und leistungsfähiges Nahverkehrssystem ist hierfür zwingende Voraussetzung. Wie das Beispiel bedeutender Metropolen zeigt, geht dort die Verdichtung einher mit endlosen Staus auf den immer intensiver genutzten Straßen. Die Taktung auf der Straße kann nicht nach Bedarf erhöht werden, ganz im Gegensatz zu einer schienengebundenen Lösung.

Die vorgetragenen Argumente pro und contra StUB sind ernst zu nehmen, aber bitte großräumig  zu bewerten. Wer immer in dieser Frage Stellung bezieht, steht in der Verantwortung für die zukünftige Entwicklung unserer gesamten Region.

Ich plädiere dafür, den Planungsprozess der StUB weiter zu betreiben, um vor allem die Kosten und die Trassenführung zu konkretisieren und zu optimieren. Genau das ist die Aufgabe des Zweckverbandes, über dessen Gründung die Erlangerinnen und Erlanger zu entscheiden haben.

Autor: 

IHK-Präsident
Dirk von Vopelius

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 02|2016, Seite 3

 
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