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Carrera World

Spielzimmer für Fans

Carrera World © Thomas Tjiang

Andreas Stadlbauer sitzt am Drücker in der neuen Rennarena.

Die österreichische Spielzeuggruppe Stadlbauer hat die weltweit erste Carrera World in einem ehemaligen Autohaus im mittelfränkischen Oberasbach eröffnet.

Für die 2,5 Mio. Euro-Investition nennt Andreas Stadlbauer, Präsident der Stadlbauer Marketing + Vertrieb GmbH, mehrere Gründe. Mit dem Standort in der Metropolregion Nürnberg knüpfe man an die Ursprünge der Carrera-Autorennbahn an, die 1963 vom Fürther Blechspielzeughersteller Neuhierl erfunden wurde. Außerdem beherbergt die Spielzeugstadt Nürnberg auch die Spielwarenmesse, zu der Stadlbauer künftig exklusive Events für Messegäste anbieten will. Und schließlich gebe es im Großraum viele Mitglieder des Carrera-Fanclubs, die sich nun in der Carrera World heiße Rennen liefern können.

Auf über 2 200 Quadratmeter will die Erlebniswelt Action und Spaß für die ganze Familie bieten. Allerdings sind die meisten Carrera-Fans „männlich und erwachsen“, weiß der motorsportbegeisterte Stadlbauer. Insbesondere für diese Zielgruppe gibt es in der Erwachsenen-Welt der Carrera World fünf themenorientierte Bahnen. Sie bieten für die Rennen etwa Pit Stop-Funktion, Steilkurve oder Einspur-Gerade. Die sechsspurige High-Speed-Eventbahn hat eine stattliche Länge von 70 Metern. Vorgesehen sind auch „Race Nights für Ladies“. Die Carrera Kinderwelt besteht aus drei verschiedenen Bahnen, an denen Loopings, Steilkurven oder Spurwechsel das Können der Nachwuchs-Rennfahrer auf die Probe stellen.

Für Stadlbauer ist die Oberasbacher Carrera Erlebniswelt GmbH ein Marketing-Instrument, das den Rennsport im Spielzimmer „erlebbar und anfassbar“ machen soll. Das Pilotprojekt soll 30 000 bis 50 000 zahlende Gäste im Jahr anlocken. Neben der Carrera Lounge dürfte zusätzlich das Geschäft im integrierten Flagship-Store interessant sein, der mit Autorennbahnen, Fahrzeugen und Zubehör, aber auch Quadrocoptern alles für den kaufbereiten Fan bereithält. 

Die Stadlbauer-Gruppe, die zuvor bereits Generalimporteur für Österreich war, hatte das ins Schlingern geratene Unternehmen im Jahr 1999 übernommen. Stadlbauer investierte in innovative Produkte und in High-Tech rund um die Carrera-Rennbahn und sieht sich als „Weltmarktführer“ in diesem Segment. Zwar wird der Anteil, den Carrera zum Gesamtumsatz der Gruppe von insgesamt 150 Mio. Euro nicht ausgewiesen, das Geschäft sei aber profitabel und die „Cash Cow“ der Gruppe. Zu ihr gehören u.a. auch die Seifenblasen-Marke Pustefix und die Puppenmanufaktur Schildkröt. Die Zahl der Mitarbeiter wird mit 250 angegeben.

Autor: 

tt.

 

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 05|2016, Seite 46

 
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